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Monheim Die Senioren Union hat angeregt, ihre Aktion von 2007 wiederzubeleben. Derzeit gibt es coronabedingt nur zwei öffentliche Toiletten

Monheim : CDU fordert mehr „nette“ Toiletten

Das Projekt der Senioren Union aus dem Jahr 2007 soll wiederbelebt werden. Derzeit sind im Stadtgebiet nur zwei öffentlich zugängliche Toiletten nutzbar.

(elm) Die CDU-Fraktion im Monheimer Stadtrat möchte die Aktion „Nette Toilette“ wiederbeleben. Sie wird im Ausschuss Inklusion, Soziales und Ordnung am 27. Mai einen entsprechenden Antrag einreichen.

Der damalige Seniorenbeirat hatte 2007 gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Monheim die Aktion „Nette Toilette“ eingeführt. Mitglieder der CDU-Fraktion seien nun zu dieser Aktion aus dem Jahre 2007 von der Senioren Union angesprochen worden, das Thema erneut als Antrag zu platzieren, berichtet Fraktionschef Markus Gronauer. Bei der damaligen Aktion sei bei Gaststätten, Cafés, Eisdielen, der Einzelhandel sowie Banken und beim damaligen Management des Rathaus-Centers für diese Aktion geworben worden. Die Stadt habe sich damals mit einem Obolus an den Reinigungs- und Unterhaltskosten beteiligt. In einzelnen Gaststätten und bis zu seiner Schließung auch im Rathaus-Center habe man die Schilder „Nette Toilette“ gesehen.

Derzeit gebe es in Monheim am Rhein nur zwei öffentliche Toiletten, die aus der Perspektive älterer Menschen sehr weit auseinanderliegen, so Gronauer. An Sonn- und Feiertagen steht gar nur ein stilles Örtchen zur Verfügung. In Baumberg wiederum gebe es derzeit gar keine öffentlich zugängliche Toilette. Und die Gastronomen stellten ihre Toiletten für Passanten nicht gerne zur Verfügung, da sie für Reinigung, Papier erhebliche Aufwendungen hätten. Allerdings hätten auch die älteren Menschen, die nicht unbedingt etwas verzehren wollen, Hemmungen, eine Gaststätten-Toilette zu nutzen.

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Hier würde das Hinweisschild auf eine „Nette Toilette“ und die finanzielle Unterstützung der Stadt Monheim helfen, diese Hemmschwelle abzubauen, erläutert Gronauer und spricht von einer Win-Win Situation: Der Gastwirt könne auf diese Weise Neukunden gewinnen und er erhalte von der Stadt finanzielle Unterstützung für den Unterhalt der Toiletten. Der Gastwirt spare somit Kosten und die Bürger verfügten über ein gutes Angebot an frei zugänglichen, sauberen Toiletten, die unter Umständen bis spät in die Nacht geöffnet seien. „Im Hinblick auf das Wohlbefinden unserer Bürger und auf die touristische Belebung unserer Stadt halten wir es jetzt für notwendig, diese Maßnahme vorzubereiten, damit sie greifen kann, sobald es die Corona-Einschränkungen möglich machen“, so Gronauer.