Chaos-Computer-Club Hacker-Kongress läuft auch in Monheim

Monheim · Der Förderverein Freifunk im Neanderland hat in der VHS eine Bühne als Kanal für die aktuelle Remote Chaos Experience des CCC Hamburg installiert. 50 Speaker aus aller Welt reden hier über technische und gesellschaftliche Themen.

 Für die Vorbereitung des virtuellen Kongresses musst im VHS-Saal jede Menge Equipment installiert werden.

Für die Vorbereitung des virtuellen Kongresses musst im VHS-Saal jede Menge Equipment installiert werden.

Foto: Patricia Hillebrand

Zwölf Raspberrys (Einplatinencomputer), zehn Monitore, 16 Laptops, 30 Mehrfachsteckdosen, 150 Meter Gaffer Tape und etliche Kilometer Kabel waren nötig, um den Vortragssaal der Volkshochschule Monheim in die „Remote Rhein-Ruhr Stage“, kurz „r3s“ zu verwandeln. Sie ist eine von bundesweit 16 Bühnen bzw. Kanälen, über die der Chaos Computer Club in diesem Jahr seine Remote Chaos Experience (rC3) abhält. Denn normalerweise würde in diesen Tagen mit gut 17.000 Besuchern der größte Kongress der Hackerszene  in Leipzig stattfinden, der 37. Chaos Communication Congress. Aber da selbst der ausgebuffteste Computerspezialist es mit diesem höchst real-biologischen Virus nicht aufnehmen kann, wurde der Congress abgesagt und in eine „Vielzahl von kleinen lokalen Events in den örtlichen Hackspaces mit einem gemeinsamen Programm von gestreamten Talks, Online-Workshops, Kunst und Kultur“ aufgesplittert. Also in sein eigentliches Biotop, den Cyber Space, verlagert.