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Monheim Die Idee für einen Wanderbus, der nach einem festen Fahrplan Wanderziele anfährt, fand keine Mehrheit.

Monheim Tourismus : CDU findet nicht genügend Mitstreiter für Wanderbus

Peto, Grüne und FDP stimmten gegen den Antrag. Die Stadt möchte den Tourismus in Monheim fördern, nicht den in der Region. Ob sich ein Pendelbetrieb lohne, müsse ein privater Anbieter prüfen.

(elm) Die Verwaltung möchte den Tourismus in Monheim fördern – und nicht außerhalb der Stadt. Mit diesem Kernargument lehnte am Donnerstag eine Mehrheit von Peto, Grünen und FDP einen CDU-Antrag ab, wonach die Stadt einen Wander- und Fahrradbus anschaffen solle, der nach einem festen Fahrplan Wanderparkplätze in der Region anfährt, wie etwa Ziele des Neandertalsteigs.

Die Stadt sei aber nicht für die Förderung der Naherholung in der Region zuständig, schreibt Estelle Dageroth, Leiterin der Wirtschaftsförderung, in der Beschlussvorlage. Das städtische Tourismusmanagement habe das Ziel, mehr Besucher in die Stadt zu locken, um auf diese Weise das inzwischen gut ausgebaute gastronomische Angebot zu unterstützen. Sie habe dabei durchaus auch Wanderer und Radreisende im Blick. Aber auch die Monheimer selber sollen die touristische Infrastruktur nutzen und nicht aktiv in andere Kommunen kutschiert werden. Die Tourismusförderung sehe grundsätzlich auch keinen Bedarf für einen regelmäßigen oder gar wöchentlichen Wanderertransfer. Zudem seien Pendelfahrten zu immer gleichen Zielen wenig attraktiv.

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Wanderer und Radfahrer könnten eine solche Tour ja auch in der Monheimer Altstadt ausklingen lassen, verteidigte Markus Gronauer (CDU) den Antrag. Um die Menschen zum Umsteigen zu veranlassen, müsse man auch mal in ÖPNV-Angebote investieren, die vielleicht nicht sofort umfassend angenommen werden. Die Taktverdoppelung durch die BSM rechne sich ja auch nicht.

Auch wenn es nicht schaden könne, den Horizont zu erweitern, indem man gelegentlich die Stadtgrenzen überschreite, so Manfred Poell, schlossen sich auch die Grünen der Verwaltungsauffassung an, dass man solch ein Angebot besser einem privaten Reiseanbieter überlassen sollte. „Die Seniorenunion könnte ja auch solche Touren organisieren“, schlug Bürgermeister Daniel Zimmermann vor. „Nette Idee“, fand Ingo Elsner (Peto), „aber wir sollten nicht den Job von Reiseveranstaltern übernehmen.“