Monheim Demografischer Wandel Grüne: Mehr für ältere Bürger tun

Monheim · Mittels einer Anfrage im zuständigen Ausschuss wollen die Grünen im Stadtrat erfragen, was aus den Maßnahmen im Aktionsplan Inklusiv zum Thema Altenhilfe geworden ist.

 Manfred Poell will das Thema Alter in den Fokus rücken.

Manfred Poell will das Thema Alter in den Fokus rücken.

Foto: Matzerath, Ralph (rm)/Matzerath, Ralph (rm-)

(elm) Der Anteil der Menschen über 65 Jahren an der Gesamtbevölkerung wird in Monheim bis 2040 auf 25,4 Prozent zunehmen. Das hat das statistische Landesamt berechnet. Bei der Bevölkerungsgruppe der über 80-Jährigen wird er bis 2050 um mehr als 40 Prozent ansteigen.

Nun fürchtet die Ratsfraktion der Grünen, dass der demografische Wandel in Monheim seitens der Stadtspitze zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Sie wird daher für die nächste Sitzung des Ausschusses für Inklusion, Soziales und Ordnung eine Anfrage zur Senioren- und Altenhilfe stellen. Sie will wissen, wie viele Mitarbeiter in der Stadtverwaltung überhaupt hauptamtlich für den Bereich Altenhilfe zuständig sind. Und wer eigentlich der Arbeitsgruppe Demografischer Wandel angehört, die im Aktionsplan Inklusiv vorgesehen ist. Ferner interessiert die Grünen, wie viele Ideen und Maßnahmen aus dem Aktionsplan zu diesem Thema schon umgesetzt worden sind und was ferner umzusetzen geplant ist. Die Grünen fragen an, ob an eine Einrichtung von Lotsenstellen wie in Langenfeld gedacht wird oder etwa die Wiederauflage des Seniorenbeirates.

Mit ihrer Anfrage beziehen sich die Grünen also konkret auf den 2015 verabschiedeten Aktionsplan Inklusiv. Der hatte nicht nur die Bildung der genannten Arbeitsgruppe vorgeschlagen sondern auch die Berufung eines „Oldie-Beauftragten“.

„Eine Umsetzung ist bis heute allerdings nicht sichtbar erfolgt“, schreibt Fraktionsvorsitzender Manfred Poell. Die Grünen möchte daher mit ihrer Anfrage das Thema demografische Alterung wieder in den Fokus der Stadt rücken. „Aus unserer Sicht muss die Stadtverwaltung wesentlich mehr tun, um sich auf die demografische Alterung und die Inklusion von Senioren mit Unterstützungs- und Pflegebedarf vorzubereiten“, ergänzt die Seniorin Helgard Riegger. Für die anstehenden Aufgaben in der Altenhilfe müsse auch der personelle Bedarf auf den Prüfstand gestellt werden.

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