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Monheim Die Aktion lief so reibungslos, dass die Stadt 500 Impf-Dosen nachbestellte, und diese allen Bürgern anbot, die bis 18 Uhr zum Gymnasium kamen.

Sonder-Impfaktion : 1430 Monheimer wurden bei Sonderaktion geimpft

Insgesamt wurden 1.430 Monheimer geimpft. Insgesamt 11.500 Bewohner der Hochhaussiedlungen hatte die Stadt zu der Impfaktion eingeladen. Am Samstag forderte sie auch andere Bürger zur Impfung mit nachbestellten Kontingenten auf.

Bereits in den frühen Morgenstunden hatte sich um das Otto-Hahn-Gymnasium am Berliner Ring eine lange Schlange mit Hunderten impfwilligen Bewohnern des Berliner Viertels gebildet. Geduldig harrten jüngere und ältere Bürger aus, um an eine der kostbaren Impfungen zu gelangen. So wie etwa Tanja (48) und Jenni (26). Auch sie hatten wie alle anderen der insgesamt 11.500 Bewohner des Berliner Viertels und von Baumberg-Mitte die Einladung der Stadt für die Impfaktion erhalten. Lange schon hatten Mutter und Tochter versucht, bei ihrem Hausarzt eine Impfung zu erhalten. Bislang vergebens. „Eigentlich hätte ich mich lieber mit Biontech impfen lassen, aber das ist praktisch unmöglich“, erzählte Jenni, die in einem Bekleidungsgeschäft arbeitet. Die Wartelisten beim Arzt seien unendlich lang. Im Einzelhandel wäre sie gerne durch eine Impfung geschützt. Dass sie mit dem Impfstoff von Johnson und Johnson nur eine Spritze brauche, sei ein großer Vorteil, urteilte die 26-Jährige.

Auch die 22-jährige Feyza – jung und gesund – hatte bei ihren Ärzten und im Impfzentrum bislang keine Chance auf die ersehnte Impfung.  „Ich finde die Aktion sehr gut. Anders hätte ich sonst wohl noch länger auf eine Impfung warten müssen. Ich will endlich meine alten Freiheiten zurück“, sagte Feyza. Auch die 28-jährige Fatma stand an diesem Morgen geduldig an – und zwar für ihren 56-jährigen Vater. „Er wollte sich unbedingt impfen lassen, musste aber heute noch zur Arbeit.“ Sie selbst wolle sich noch nicht impfen lassen, weil sie derzeit in der Familienplanung stecke.

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Für Sebastian Johnen, Bereichsleiter für Soziales und Ordnung der Stadt Monheim, war die Sonderimpfaktion ein voller Erfolg. In Baumberg wurden am Freitag 392 der insgesamt 400 zur Verfügung stehenden Impfungen verabreicht. Für das Berliner Viertel standen eigentlich knapp 950 Dosen bereit. „Wir haben am Samstagnachmittag allerdings noch Impfstoff im Impfzentrum nachbestellt, um alle, die lange angestanden hatten, auch zu versorgen.“ Über Facebook verkündete die Stadt am Samstagmittag, weitere 500 Impfdosen nachbestellt zu haben, die ausdrücklich jedem impfwilligen Bürger offeriert wurden. Insgesamt ließen sich in Monheim 1.038 Menschen pieksen.

Bei dieser Aktion waren vier örtliche Impfärzte im Einsatz sowie ein Team des DRK. Außerdem wirkten an beiden Tagen insgesamt 80 Helfer mit, die die ausgefüllten Dokumente kontrollierten oder beim Ausfüllen unterstützten und die Wartenden mit Wasserflaschen versorgten. Monheim waren 1100 Impfdosen aus einem Sonderkontingent des Landes zuteil geworden.