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Monheim Der Sperrmüll im Berliner Viertel wird jetzt im 14-Tage-Rhythmus abgeholt.

Monheim Berliner Viertel : Müllproblem: Stadt räumt noch häufiger auf

Haushaltsberatungen: SPD-Antrag, externen Experten mit Lösung des Sperrmüll-Problems zu beauftragen, wurde abgelehnt. Auch ein Grünen-Antrag für einen mehrsprachigen Info-Flyer zur Mülltrennung kam nicht durch.

Konfliktscheue Eltern kennen das Problem: Um sich keinem Dauerstress mit ihren unordentlichen Kindern auszusetzen, räumen sie ihnen eben den lieben langen Tag hinterher.  Ähnlich verhält es sich mit der Müllproblematik im Berliner Viertel, wo etliche Bewohner die Regeln zur Mülltrennung und -vermeidung einfach nicht befolgen. „Wir schlagen uns jetzt seit Jahren mit dem Problem  herum und die Situation hat sich eher noch verschlechtert“, sagt Abdelmalek Bouzahra. Deshalb hat die SPD im Rahmen der Haushaltsberatungen beantragt, ein externes Fachgutachten in Auftrag zu geben, um Handlungsalternativen für das Sperrmüll-Problem zu erhalten. „Wir sind ja selber offenbar nicht in der Lage, das Problem zu lösen“, so Bouzahra im Planungsausschuss.

Ein Stück Papier ändere aber an der Situation nichts, entgegnete Beigeordnete Lisa Pientak. Die Stadt habe mit der LEG und anderen Vermietern bereits im August vereinbart, dass der Sperrmüll  nunmehr in einem 14-Tage-Rhythmus abgeholt werden solle. Bis dahin fand die Abholung alle vier Wochen statt. Schriftliche Hinweise der Vermieter, mit denen das vorzeitige Herausstellen von Sperrmüll und solcher Abfälle, die nicht als Sperrmüll zählen, verhindert werden sollte, blieben wirkungslos. „Wir erhoffen uns durch das Aufstellen von Müllgefäßen mit größeren Volumina, dass vor allem weniger Restmüll  im Sperrmüll landet“, so Pientak. Nicht zuletzt sei die LEG noch ein in Aussicht gestelltes spezielles Konzept zur besseren Organisation der Sperrmüllbereitstellung schuldig.

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Die CDU unterstützte den SPD-Antrag. Markus Gronauer schlug vor, den Kommunalen Ordnungsdienst einzusetzen, um den regelkonformen Umgang mit dem Müll zu überwachen. Die Peto setzt da eher auf einen antiautoritären Erziehungsstil: „Das wäre uns zu viel ,law and order’“, erklärte Ingo Elsner. Seine Fraktion befürworte, dass die Stadt lieber etwas Positives tue. Die Grünen indes halten dies nicht für zielführend. „Mehr Abholtermine bewirken nichts“, sagte Jens Mallwitz. Auch sie unterstützten den SPD-Antrag, den indessen die Peto-Mehrheit ablehnte.

Dennoch haben die Grünen noch nicht  jede Hoffnung auf Besserung fahren lassen und setzen unverdrossen auf Aufklärung: Sie beantragten, dass die Stadt einen inklusiven Flyer mit Informationen zum Thema Mülltrennung und Abfallvermeidung zur Verteilung als Postwurfsendung an alle Haushalte der Stadt erstellen solle. Um alle Zielgruppen zu erreichen, sollte der Flyer mehrsprachig und in einfacher Sprache gehalten, sowie mit Piktogrammen versehen sein. Im Abfallkalender seien nach Ansicht der Verwaltung alle ausreichenden Informationen über eine sachgerechte Abfalltrennung und -entsorgung enthalten, sagte Lisa Pientak. In der Vergangenheit habe man bereits mit mehrsprachigen Informationsschriften gearbeitet – ohne jede Wirkung.  Auch das Ablagern wilden Mülls in der Natur sei ja nicht auf Unwissenheit zurück zu führen, dahinter stecke die Scheu vor einer kostenpflichtigen Entsorgung. Anders als CDU und SPD lehnte die Peto-Mehrheit den Grünen-Antrag ab.