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Monheim Der Hauptausschuss hat den Bau einer Sportanlage für 22,6 Millionen Euro beschlossen.

Monheim Sportanlage für Tennis, Fußball und Skaten : Grünes Licht für Sportzentrum Kielsgraben

22,6 Millionen Euro kosten die neue Tennis-, die Skateranlage und die Sportplätze für die Sportfreunde Baumberg. Der Verein erhält zwei große Fußballplätze (Natur- und Kunstrasen) und eine Tribüne für 250 Zuschauer.

Das Sportzentrum am Kielsgraben war auch im Haupt- und Finanzausschuss noch einmal Thema. Diesmal ging es allerdings nicht um den Bebauungsplan, sondern ausschließlich um den Planungsbeschluss für die 22,6 Millionen Euro teure Anlage.

Tennis: Die recht angejahrte Tennisanlage des TC Rot-Gelb mit vier Plätzen soll abgeräumt werden, dafür wird eine neue Anlage mit vierzehn Plätzen gebaut. Die drei in Monheim ansässigen Tennisvereine wollen fusionieren und die Anlage dann künftig gemeinsam nutzen. Den gastronomischen Bereich des Vereinsheim wird der Tennisverein selber finanzieren, die dem Sport gewidmeten Gebäudeteile, wie Umkleiden, werden von der Stadt getragen.

Fußball: Die Sportfreunde Baumberg erhalten eine neue Trainings- und Spielstätte, die aus einem Kleinspielfeld und zwei Großspielfeldern (Kunstrasen und Naturrasen) besteht. Das Naturrasenspielfeld soll im Wesentlichen für den Ligabetrieb genutzt werden. Hier ist eine nach Westen ausgerichtete Tribüne für 250 Zuschauer vorgesehen. Das Vereinsheim, das sich 60 Meter in Nord-Süd-Richtung erstreckt, ist zwischen den beiden Großspielfeldern platziert. So könne auch der Trainings- vom Wettkampfbetrieb getrennt und bei gleichzeitigem Spielbetrieb eine Störung durch verschossene Bälle vermieden werden.

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Sabine Lorenz (Grüne) regte an, das Vereinsgebäude, das quer zur Windrichtung liegen soll, lieber im Süden parallel zur Straße auszurichten – da wo die Parkplätze vorgesehen sind. „So würde die Frischluftschneise freibleiben.“ Sie griff auch die Anregung eine Anwohners der Sandstraße auf, die Skateranlage im Norden des Plangebietes – ähnlich wie im Landschaftspark Rheinbogen – tiefer zu legen, um eine neun Meter aufragende Lärmschutzwand zu vermeiden. Bürgermeister Daniel Zimmermann erklärte, dass die Frage, wie man die Empfehlungen aus dem Lärmschutzgutachten umsetze, Teil des Planungsprozesses sei. Vertiefungen im Gelände und hohe Wände seien gleichermaßen teuer. Die Untere Naturschutzbehörde habe die Baugrenzen vorgegeben. Man habe die Anlage so kompakt wie möglich angeordnet. Es sei insgesamt sinnvoller, die Parkplätze direkt an der Straße Am Kielsgraben anzulegen. Überdies versicherte er dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Markus Gronauer, auf dessen Nachfrage, dass diese auch von Besuchern der Bürgerweise genutzt werden könnten. „Die Stellplätze sind nicht zugeordnet.“ Stephan Wiese (FDP) wies daraufhin, dass die Sportfreunde Baumberg noch durch eine Restlaufzeit von 30 Jahren vertraglich an das Mega-Stadion gebunden seien. „Hier werden wir eine vertragliche Anpassung mit dem Verein anstreben“, so Zimmermann. Die Nutzung an der Sandstraße soll nicht fortgeführt werden, der alte Sportplatz solle ja weg. Alle Fraktionen stimmten dafür, die Planung für das Sportzentrum auszuschreiben und zu vergeben.