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Monheim Das Rheinufer ist wieder sauber

Rhine-Clean-up : Das Rheinufer ist wieder sauber

Mehr als hundert Teilnehmer hat Organisatorin Claudia Schmidt beim Rhine-Clean-up in Monheim und Baumberg gezählt. Sie haben Kippen, Kronkorken und andere Hinterlassenschaften gesammelt.

Die Stimmung ist entspannt. Die Sonne scheint. Mehr als hundert Monheimer haben Schaufel und Mülltüte zur Hand genommen und bei der bundesweiten Aktion „Rhine-Clean-up“ mitgemacht. Bereits zum dritten Mal ist in Monheim die jährliche Säuberungsaktion gestartet. 82 offizielle Anmeldungen auf der Webseite hat Organisatorin Claudia Schmidt gezählt.

Nachdem Schmidt die Regelnerklärt hat  – Handschuhe tragen, auf spitze und scharfe Gegenstände achten und natürlich die coronabedingten Abstände einzuhalten –, verteilen sich die Teilnehmer vom Schützenplatz aus am Rheinufer in Monheim und Baumberg und beginnen abschnittweise, den Müll im Uferbereich und auf den Wiesen und Wegen zu entsorgen, den andere achtlos dort liegen gelassen haben.

Eine der Teilnehmerinnen ist Melanie Jäkel. Sie findet, dass in der Umwelt und der Natur zu viel Müll liegt und man was dagegen unternehmen müsse. „Ich möchte mit dieser Aktion etwas ändern“, begründet sie ihren Teilnahme am „Rhine-Clean-up“. „Wir haben nur eine Natur und die müssen wir erhalten“, sagt sie. Jäkel lebte zuletzt zehn Jahre in London. Als sie dieses Jahr zurückkehrte, wurde ihr während der vielen Spaziergänge im Lockdown bewusst, wie viel Natur Langenfeld und Monheim zu bieten haben und dass man diese schützen müsse.

Neben vielen Familien und Einzelpersonen haben sich auch einige Organisationen an der Aktion beteiligt. So sind verschiedenen politischen Parteien vor Ort am Start ebenso wie Pfadfindervereine, Naturschutzbund (Nabu) und Unicef. Mitglied von Unicef Junior  Langenfeld, Monheim und Hilden ist Georg Sahid Luer. Er ist der Meinung, dass man mit der Umwelt besser umgehen solle. „Diese Aktion zeigt, dass wir Verantwortung für unsere eigenen Taten übernehmen müssen“, beschreibt der 18-Jährige seinen Ansatz zu helfen. Sein Team-Kollege Benedikt Straub schließt sich dem an: „Ich gehe am Rhein häufig mit meinem Hund spazieren. Es ist Zeit, der Natur auch etwas zurückzugeben“.

Häufige unschöne Hinterlassenschaften sind Zigarettenstummel, Kronkorken und Plastikgeschirr, die gleichgültige Menschen bei ihrem Aufenthalt am Rhein zurückgelassen haben. Dieses Jahr soll aber weniger Müll zusammen kommen als in den Vorjahren, da die Stadt Monheim erstmalig Anfang des Jahres selbst Reinigungsaktionen organisiert hat, berichtet Schmidt.

Mit dabei war auch die Biologische Station Haus Bürgel, die an den Standorten Baumberg und Monheim mit kleinen Gruppen den Müll entlang der Monheimer Rheinfront gesammelt hat.

Bundesweit Premiere feiern dieses Jahr zudem Anmeldungen bezüglich der Zuflüsse des Rheins. Die Ruhr, Mosel und Wiese bekommen nun eigene Aktionen während des „Rhine-Clean-ups“. 300 Aktionen wurden deutschlandweit angemeldet. Weitere Gruppierungen auch in den Nachbarländern wie in der Niederlande oder der Schweiz haben gesammelt.