Monheim: Das Otto-Hahn-Gymnasium hat drei Ruderboote für den Sport angeschafft.

Monheim : Gymnasium tauft drei neue Ruderboote

Seit 40 Jahren kann der Monheimer Nachwuchs Rudern als Schulsport wählen. Gefahren wird meist auf dem Rhein.

Seit nunmehr 40 Jahren haben Oberstufenschüler des Otto-Hahn-Gymnasiums die Möglichkeit, sich im Fach Sport fürs Rudern zu entscheiden. Diese Differenzierungsmöglichkeit findet einen konstant guten Anklang. Grund dafür sind der Unterricht unter freiem Himmel und das Gemeinschaftserlebnis, sagen die Schüler. Nun wurden drei neue Ruderboote in die OHG-Familie aufgenommen und auf die Namen langjähriger Lehrer und einer märchenhaften Nixe getauft.

Verträumt schaut Schulleiter Dr. Hagen Bastian dem neuen Doppelzweier nach, den Sportlehrer Kai Scholz und zwei Schüler zu einer Jungfernfahrt auf den Rhein entführt haben. Das weißgelbe Gefährt aus Carbonfasern trägt seinen Namen am Heck. Eine Entscheidung der Fachkonferenz Sport. „Ich wusste gar nichts davon“, sagt Bastian. „Das habe ich erst jetzt bei der Taufe erfahren. Ich fühle mich sehr geehrt.“ Beim Doppelvierer hat sich die Fachkonferenz für den Namen des langjährigen Sportlehrers Hannes Möller entschieden, „der sich um den Rudersport an der Schule viele Jahre lang verdient gemacht hat“, sagt Scholz. Er feiert dieser Tage seinen 70. Geburtstag. Das dritte Boot, ein schnittiger Einer, trägt – auf Wunsch der Schülerschaft – den Namen der kleinen Meerjungfrau Arielle.

Gerudert ist Hagen Bastian selbst noch nie und das, obwohl dieser Sport am Otto-Hahn-Gymnasium, dem er bereits seit 21 Jahren als dritter Schulleiter vorsteht, eine 40-jährige Tradition hat. „Jetzt wo es ein Boot mit meinem Namen gibt, werde ich wohl mal mitfahren, vielleicht begleitet mich ja der Bürgermeister.“ Daniel Zimmermann, der selbst Schüler des OHGs gewesen und so „in den Genuss des Rudersports“ gekommen ist, nahm an der Taufe der neuen Boote teil: „Ich habe es immer als große Freude empfunden stromaufwärts zu rudern. Es war eine tolle Erfahrung, abseits des normalen Schulsportunterrichts.“

Der erste Rektor des Otto-Hahn-Gymnasiums, Erich Docter, ein leidenschaftlicher Wassersportler, hatte das Rudern vor 40 Jahren eingeführt. Eine Initiative, die die Schüler auch heute noch schätzen. „Es ist viel abwechslungsreicher als der Sportunterricht in der Halle“, sagt beispielsweise Philipp (17). „Während andere in der Halle schwitzen, tun wir das eben bei schönem Wetter auf dem Rhein.“ Für Layla fühlt sich das wöchentliche Training mit den Mitschülern auf dem Fluss gar nicht wie Unterricht an, erzählt sie. „Man ist viel freier und es macht einfach viel mehr Spaß.“

Schulleiter Bastian ist sicher, dass der Rudersport den Schülern guttut: „Es ist ein sehr kreativer Sport, in dem man aufeinander achtgeben muss. Im Vierer ist man abhängig voneinander, wenn man vorwärtskommen will. Man übt sich in Rücksichtnahme und lernt auch das Risiko abzuschätzen. Außerdem macht es ihnen auch ganz offensichtlich viel Spaß.“ Und auch Sportlehrer Kai Scholz ist von der pädagogischen Bedeutung des Rudersports überzeugt: „Es ist einfach ein toller Teamsport, der viel Abstimmung erfordert.“

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