Monheim: Bürgermeister Daniel Zimmermann weist Kritik vom Bund der Steuerzahler zurück

Monheim : Bürgermeister verteidigt seinen Geysir

Bürgermeister Daniel Zimmermann hält den Bund der Steuerzahler (BdSt) und dessen Kritik im Hinblick auf Kunstwerke für unglaubwürdig. Das teilte die Stadt gestern mit und reagierte damit auf die Kritik des Vereins, der den Geysir gegenüber der Rheinischen Post unter anderem als „dekadent“ bezeichnet hatte.

Herausragende Kunstprojekte, so Zimmermann, stehen öfter in der Kritik des BdSt: Im „Schwarzbuch“ für das Jahr 2017 werden unter anderem Landschaftskunst in Hessen für 77.000 Euro, ein Hamburger Stadtteil-Kunstprojekt für 85.000 Euro, Kunst am Bau in Halle an der Saale für 100.000 Euro und an der Charité Berlin für 450.000 Euro bemängelt. „Es wirkt so, als hätte der Bund der Steuerzahler ein grundsätzliches Problem mit Kunst – oder mit allem, was keinen wirtschaftlichen Nutzen hat.“ Der vom Steuerzahlerbund geforderte Umgang mit öffentlichem Geld würde zu einer geistigen Verarmung führen. Gegner des Geysirs sollten sich mit der Installation als Kunstwerk auseinandersetzen: „Jegliche sonstige Kritik geht ins Leere“, so Zimmermann.

Am 16. Mai hatte sich der Rat mehrheitlich für den Geysir ausgesprochen. Die Idee stammt von Thomas Stricker, einem mehrfach ausgezeichneten Bildhauer. 415.000 Euro soll der Geysir kosten, plus jährlich etwa 6000 Euro Folgekosten. Die Pläne für den Geysir werden ungeachtet der Kritik weiterentwickelt. Ein anderer Standort komme für die Installation nicht infrage, bekräftigt Zimmermann.

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