1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Monheim: Broschüre zu Stolpersteinen ist überarbeitet worden

Monheim : Broschüre zu Stolpersteinen ist überarbeitet worden

An die Opfer der nationalsozialistischen Willkürherrschaft von 1933 bis 1945 erinnern im Stadtgebiet bisher 64 Stolpersteine. Jetzt ist die Broschüre „Erinnern statt vergessen“ in dritter, erweiterter und verbesserter Auflage erschienen.

(elm) Im Jahr 2003 ließ die Stadt die ersten Stolpersteine durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegen. Dabei wurde zunächst der Menschen jüdischen Glaubens gedacht, die entrechtet, verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Zudem galt einer der ersten Stolpersteine dem katholischen Pfarrer Franz Boehm, der in Predigten Kritik an staatlicher Willkür geäußert hatte und im Konzentrationslager Dachau starb.

Weitere Stolpersteine tragen die Namen von verstorbenen Zwangsarbeitskräften. Während des Zweiten Weltkriegs mussten in Monheim, Baumberg und Hitdorf über 1400 Menschen aus besetzten Ländern Zwangsarbeit in Landwirtschaft, Handwerk und Industrie leisten. Im März verlegte Demnig vor der Gaststätte „Rheinterrassen Baumberg Beach“ an der Klappertorstraße eine Stolperschwelle für mindestens 44 französische Kriegsgefangene, die dort von 1940 bis 1945 interniert waren und Zwangsarbeit leisten mussten.

Die Broschüre „Erinnern statt vergessen“ liegt im Bürgerbüro im Rathaus und bei der Bücherstube Rossbach, Alte Schulstraße 35 aus.