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Monheim: Brand im Berliner Viertel - Feuerwehr rettet 18 Menschen aus Wohnungen

Feuerwehreinsatz in Monheim : 18 Menschen aus brennenden Wohnungen gerettet – Bewohner riefen um Hilfe

Bei einem Brand in Monheim am späten Samstagabend rettete die Feuerwehr 18 Menschen und einen Hund aus einem brennenden Mehrfamilienhaus. Mehrere Kleinkinder mussten über die Balkone gerettet werden. Auch ein Sprungpolster wurde aufgestellt.

Nachbarn hatten der Feuerwehr gegen 23 Uhr Brandgeruch und ausgelöste Rauchwarnmelder gemeldet. Glücklicherweise hatten es die Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Wache, die in der gleichen Straße bereits zur Personenrettung im Einsatz waren, nur wenige Meter bis zur Einsatzstelle.

Denn in dem Gebäude spielten sich dramatische Szenene ab: Als die Drehleiter eintraf, riefen bereits etliche Menschen aus mehreren Geschossen an Fenstern und Balkonen um Hilfe, berichtet Wachleiter Torsten Schlender. Auf der Gebäuderückseite stand eine Wohnung im zweiten Obergeschoss vollends in Flammen, sie drohten auf das nächste Geschoss überzugreifen. Die Feuerwehr stellte sofort ihre Drehleiter in Position, um mit der Rettung der gefährdeten Menschen zu starten und begann parallel dazu, den Brand im Gebäudeinneren über das Treppenhaus zu bekämpfen.

„Die Lage war äußerst dramatisch und sehr dynamisch. Wir haben auch ein Sprungpolster aufgestellt, da wir nicht ausschließen konnten, dass vom Rauch bedrohte Menschen in die Tiefe springen. Andere meldeten sich per Telefon, dass sie vom Rauch in ihren Wohnungen eingeschlossen seien“, so Schlender.

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Einsatzleiter Andreas Friedrich ließ die Alarmstufe auf Stadtalarm über Sirene erhöhen, um möglichst viele Einsatzkräfte an die Einsatzstelle zu bringen. Die Feuerwehr rettete insgesamt 16 Menschen, darunter mehrere Kleinkinder und einen Hund über die Drehleiter, zwei weitere über das Treppenhaus. Elf Gerettete wurden vom Norarzt untersucht, nur einer musste in ein Krankenhaus transportiert werden.

Die Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindern. Auch Rettungsdienstkräfte aus Langenfeld, Hilden und Düsseldorf sowie der Malteser Hilfsdienst aus Langenfeld waren im Einsatz. Mehrere Wohnungen seien durch Rauch- und Brandschäden unbewohnbar, so Schlender. „Die Mieter kamen teilweise bei Bekannten unter oder wurden in ein nahe gelegenes Hotel gebracht.“ Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache. Schaulustige, die die Arbeit der Feuerwehr behinderten, mussten mehrfach durch einen Diensthund der Polizei zurückgedrängt werden. Die Schadenshöhe kann laut Polizei noch nicht genau beziffert werden. Der Schaden werde aber im sechsstelligen Bereich geschätzt, heißt es.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Brand im Berliner Viertel in Monheim