Monheim: Bombe entschärft – Lob für Einsatzkräfte wegen Evakuierung

Monheim : Bombe entschärft – Lob für Helfer

Fast fünf Stunden lang dauerte am Mittwoch in der City der Ausnahmezustand nach dem Fund einer 125-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Wie schon berichtet, hatte Sprengmeister Dirk Putzer vom Kampfmittelräumdienst um 20.25 Uhr den Blindgänger entschärft und gab Entwarnung. Die Anwohner durften zurück in ihre Häuser. Ab 15.30 Uhr waren im Umkreis von 300 Meter um die Baustelle auf dem ehemaligen Krankenhausgelände an der Alten Schulstraße alle Gebäude geräumt worden.

Nach Angaben von Stadtsprecherin Birte Hauke hatten fast 2000 Menschen Wohnhäuser, Geschäfte und Pflegeheime verlassen. „Betroffen waren unter anderem auch das Rathaus, das Rathaus-Center und das Monheimer Tor.“

Rund 150 Einsatzkräfte des städtischen Ordnungsdienstes, von Feuerwehr und Polizei sicherten laut Hauke das Gelände ab. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Nach der Evakuierung begann der Kampfmittelräumdienst des Landes NRW gegen 20 Uhr mit der Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe in etwa zwei Metern Tiefe. Nach der von Truppführer Dirk Putzer ausgesprochenen Entwarnung transportierte der Kampfmittelräumdienst die Bombe zur Entsorgung ab.

Putzer lobte alle Einsatzkräfte: „Die Evakuierung hat schnell und sehr gut funktioniert. So viele Menschen am Nachmittag bei der Hitze und mit Krankentransporten – das war wirklich eine außerordentliche Leistung." Die Bezirksregierung und die Kreisverwltung Mettmann schlossen sich nach Angaben der Stadtsprecherin diesem Lob an. Christiane Schärfke, Leiterin des Monheimer Bereichs Ordnung und Soziales, dankte Haupt- und Ehrenamtlichen: „Alle Beteiligten waren trotz der knapp 40 Grad schnell und viele Stunden engagiert bei der Sache und haben für einen reibungslosen Ablauf gesorgt."

Während der Evakuierung konnten sich Betroffene in der Aula am Berliner Ring oder in der Mensa der Sekundarschule aufhalten. BSM-Sonderbusse transportierten die Menschen gratis dorthin. Zudem wurde per Durchsagen, Radio und über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (NINA) informiert.

(mei)
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