Monheim: Beim Wettbewerb der Marienburg-Garde flitzen Badewannen durch die Altstadt

Monheim : Badewannen flitzen durch die Altstadt

In eine außergewöhnliche Rennstrecke hat sich am Samstag die Turmstraße verwandelt: Am beliebten Badewannenrennen der Marienburg-Garde durch die Altstadt nahmen 14 Teams teil.

Drängelgitter, rotweißes Absperrband und Heuballen zeichnen den Verlauf der gut 400 Meter langen Rennstrecke. Während die Teams sich noch aufwärmen und an den neuen Spielen (Wasserballspiel und Heißer Draht) versuchen, bringen Strahlend blauer Himmel und eine sengende Hitze. Ob die Kondition der Läufer das aushält? „Wichtig ist, dass die Teilnehmer genug trinken und diesmal am besten wirklich isotonische Getränke“, sagt Bernd Meyers von der Marienburg-Garde, ausrichtender Verein des sportlich humorvollen Spektakels.

Als Titelverteidiger sind die Vorjahressieger der Rheinstürmer diesmal in doppelter Ausführung angetreten. Das Männerteam bilden Fritz, Julian, Nils, Robert und Fahrer Cedric. Für die Rheinstürmerinnen halten Caro, Miriam, Maike und Leonie die Fahne hoch. „Wir hoffen natürlich, dass es für uns so gut läuft wie beim vergangenen Rennen. Aber es wird schwer den Titel zu verteidigen“, sagt Julian. Den „Frohnhoff- Flizzer“, ein zusammengestelltes Team aus Gästen und Bekannten der Gaststätte „Spielmann“ traut Julian den Sieg zu. „Aber es könnte auch sein, dass eines der zwei Peto-Teams uns gefährlich wird.“ Doch bei allem sportlichen Ehrgeiz: „Der Spaß steht bei uns immer im Vordergrund.“

Ähnlich handhaben es auch die U17-Mädels des FC Monheim, die erstmals am Rennen teilnehmen. „Gut vorbereitet sind wir über unser Fußballtraining“, sagt Schieberin Hanna (14). Die Strecke sei ihnen bekannt und sie haben das Gefährt schon gut im Griff: eine geliehene Badewanne,  liebevoll mit Emblemen ihres Fußballclubs geschmückt. Trainer Carsten Mertens unterstützt seine Mädels und findet, dass die Teilnahme eine gute Reklame für den Mädchenfußball des FC Monheim ist.

Dann geht es plötzlich ganz schnell und die ersten beiden Kontrahenten werden an die Startlinie gebeten: Die Basketballgemeinschaft Monheim legt gegen das erste Peto-Team vor: Am Ende der Turmstraße wird gespielt: Zunächst müssen die Fahrer Bälle in einen mit Wasser gefüllten Behälter werfen, den sich ein Mitspieler auf den Kopf schnallt, die zweite Station ist ein heißer Draht. Natürlich legen die Basketballer beim Korb-Spiel eine gute Figur hin und beweisen ebenso starke Nerven am heißen Draht, so dass sie mit Vorsprung zurück düsen. Dann treten die Rheinstürmerinnen gegen die Fußballerinnen an. „Das erste Damen-Duell“, kommentiert Bernd Meyers. Den besseren Start legen die Ballkünstlerinnen hin, inklusive Wannenrempler. Doch die Spiele machen den Mädels zu schaffen, so dass am Ende die Rheinstürmerinnen vor ihnen ins Ziel fahren. Nach fünf weiteren Rennen ist die Vorrunde vorbei, die Zwischenrunde schließt sich an, dann das Finale. Zum Glück, denken sich die Zuschauer, die es langsam nicht mehr in der brühenden Hitze  aushalten. Am Ende eines heißen Wettrennens setzen sich tatsächlich die Frohnhof-Flizzer durch, gefolgt von den Altstadtfunken und den Mega-Stars.

„Das war wieder eine sehr schöne Veranstaltung“, fasst am Ende Rene Morneau, Geschäftsführer der Marienburg-Garde zusammen. Das Wasserspiel sei als Abkühlung sehr gut angekommen und auch die Wirte hätten ein sehr positives Feedback gezogen. „Die sind so begeistert, dass sie schon mit der Planung des nächsten Rennens in zwei Jahren beginnen wollen.“

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