Monheim Baumberger Sketch im Altenheim

Zwar-Netzwerke : Baumberger unterhalten mit Sketch im Altenheim

Die Senioren-Netzwerke von Baumberg und Monheim waren außerdem im früheren Kanzleramt in Bonn und in der Classic-Remise Düsseldorf.

Ob purer Bewegungsspaß, Oldtimer-Museum oder Besuch des früheren Kanzleramts in Bonn – „zwischen Arbeit und Ruhestand“ gibt es viel zu erleben. Das zeigte sich jetzt wieder in den Zwar-Netzwerken Monheim und Baumberg.

„Turne bis zur Urne“, hieß es im Baumberger Gertrud-Borkott-Haus der Arbeiterwohlfahrt.  Schnell war kein Platz mehr frei im großen Raum. Bei Kuchen und Kaffee trug die Zwar-Gruppe „Literatur“ Geschichten und Gedichte zum Nachdenken und Schmunzeln vor. Die Theatergruppe wiederum führten einen Sketch auf. Sechs sportlich gekleidete Damen und Herren, alle über 60, stellten darin ihre neusten Sportarten vor, wie Darts für Blinde, Schallplatten-Weitwurf, Staffellauf für Rollstuhlfahrer oder Rock´n´Roll für Rollatornutzer.  Mit  Herzblut spielten die sechs, wie altersschwache, demente Bewohner eines Seniorenstifts plötzlich zu sportlichen Höchstleistungen motiviert werden. Für alle war es ein toller Nachmittag mit der Erkenntnis: Halte es wie mit dem Wein – je älter, desto besser!

In der „Classic Remise Düsseldorf“ schauten sich die Baumberger eine Oldtimer-Werkstatt an. Foto: RP/Zwar

Außerdem besuchten zehn Baumberger aus dem Zwar-Netzwerk die „Classic Remise Düsseldorf“. In der Dauerausstellung werden Oldtimer in gläsernen Einstellboxen und im Innenraum präsentiert. Die Oldies auf zwei Beinen faszinierte besonders der offene Blick in die Service- und Restaurationswerkstätten. Die Remise befindet sich in einem denkmalgeschützten architektonisch anspruchsvollen Ringlokschuppen. Zum Abschluss stärkten sich die Teilnehmer im Restaurant der Remise.

Helmut Schmidts Pfeife auf dem Bonner Kanzler-Schreibtisch. Foto: RP/Zwar

Monheimer „Zwaristen“ waren an der früheren Wirkungsstätte von Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder. Die Senioren vom Sandberg und aus dem Musikanten­viertel unternahmen eine Exkursion zum früheren Bonner Kanzleramt nebst Bungalow sowie zum „Haus der Geschichte“. Nach einer umfangreichen Sicherheitskontrolle am Eingang zum Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gab Gästeführerin Anne Graf den 17 Monheimern  einen Einblick ins Kanzleramt und in die Arbeit der dort von 1976 bis 1999 arbeitenden Bundeskanzler. Die Teilnehmer waren begeistert, die Räume zu erleben, wo einst auch Regierungschefs anderer Staaten empfangen wurden. Auch der großen Kabinettsaal wurde besichtigt – an den Wänden viele Fotos von Kabinettssitzungen.

Nach dem Kanzleramt stärkten sich die Teilnehmer auf der 17. Etage im Mariott-Hotel bei einer fantastischen Fernsicht über die Rheintalebene. Eine weitere Führung durch den Garten des Palais Schaumburg und in die Innenräume des Kanzlerbungalows schloss sich an. Die Begeisterung war groß, endlich einmal zu erfahren, wie die Kanzler Erhard, Kiesinger, Schmidt, Kohl und Schröder mit ihren Familien dort lebten. Sogar die Pfeife von Helmut Schmidt ist ausgestellt.

Alle Teilnehmer dieser Exkursion waren tief beeindruckt – auch durch die vielen direkt erlebbaren Details – vom Zaun des Kanzleramtes, an dem Helmut Schröder als Juso gerüttelt hatte, bis hin zum schusssicheren Panzerglas, das nach den RAF-Attentaten installiert wurde. Ein richtiger Zeitsprung in die 70er Jahre. Zum Abschluss ging es für die Unermüdlichen ins Haus der Geschichte.

Das Monheimer Netzwerk trifft sich alle zwei Wochen mittwochs, 19  Uhr, im Grevel-Haus, Falkenstraße 2. Die Baumberger kommen jeden zweiten Donnerstag im Bürgerhaus, Humboldtstraße 8, zusammen. gut

(gut)