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Monheim Baumberg-Ost: Bau geht weiter

Monheim : Baumberg-Ost: Bau geht weiter

Auf dem sechs Hektar großen Hasholzer Grund sollen Reihen- und Doppelhäuser entstehen. Am Mittwoch stellen die Planer ihr Konzept vor.

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist in Monheim ungebremst hoch. Auf einer der letzten größeren Entwicklungsflächen, dem Hasholzer Grund im Osten Baumbergs, soll diese Nachfrage befriedigt werden. Als städtebauliches Ziel hat die Stadt festgelegt dass mindestens 30 Prozent der dort entstehenden Wohnungen „bezahlbar“ sein müssen. Das können laut Stadtplaner Thomas Waters auch Reihenhäuser sein. Die Baufirma Dornieden habe am Waldbeerenberg vorgemacht, wie das geht. Auf dem gut sechs Hektar großen Areal sollen für eine ausgewogene städtebauliche und soziale Durchmischung ferner 30 Prozent der Wohnungen im Geschosswohnungsbau entstehen, weitere 30 Prozent in Einfamilienhäusern, 10 Prozent sind flexibel planbar. Nachdem die Stadt im November den „Klimanotstand“ ausgerufen hat, soll dieses neue Quartier nun als Klimaschutzsiedlung konzipiert werden. Drei Planungsbüros werden am Mittwoch, 4. März, ihre Konzeptpläne der Öffentlichkeit vorstellen. Der Bürgerworkshop beginnt um 18 Uhr im Bürgerhaus an der Humboldtstraße.

Nach dem Rahmenkonzept für das Neubaugebiet Baumberg-Ost soll auch die Baufelder drei und vier („Hasholzer Grund Süd“) ein zehn Meter breiter Grünstreifen trennen. Die Deutsche Reihenhaus AG als Grundstückseigentümer wird gemeinsam mit der Interboden GmbH & Co KG (Geschosswohnungsbau) das Gebiet entwickeln. Die Mehrfamilienhäuser sollen sich entlang der Europaallee ziehen und die Südkante der Siedlung bilden – auch im Sinne des Lärmschutzes, erklärt Julian Wind von der Abteilung Stadtplanung im Rathaus. Denn es gibt verschiedene Lärmquellen, die auf das Gebiet einwirken: die Autobahn A 59, der Neuverser Hof und das Aldi-Zentrallager. „Wir als Stadt müssen Maßnahmen für den Lärmschutz entwickeln, aber es gibt noch keine Planung dafür“, sagt Waters. Zudem müsse die Stadt noch einige Grundstückskäufe tätigen, um die Europaallee als Haupterschließungsstraße bis zur Anknüpfung an die Wiener-Neustädter-Straße weiterbauen zu können. „Erst wenn wir ein Rahmenkonzept haben, können wir Gespräche mit den Eigentümern führen.“ Davon hänge letztlich die Realisierung ab.

Wie auch bei den beiden vorhergehenden Bauabschnitten sollen auch die beiden neuen Siedlungen jeweils einen Quartiersplatz aufweisen. Ein solcher Platz „ist identitätsschaffend [...] und ist in das Freiraumkonzept zu integrieren, um als Zentrum der Nachbarschaft zu dienen“, heißt es im Auslobungstext für die Beauftragung. Außerdem sollen in jedem Baufeld Kinderspielplätze eingeplant werden.

Mit ihrem Vorhaben, den Hasholzer Grund Süd als Klimaschutzsiedlung auszuweisen, habe man nicht nur die Eigentümerin „überrascht“, sagt Waters. „Wir wollen zeigen, wie man es richtig macht“, sagte er in der Planungsausschusssitzung im November, als die Beauftragung mehrerer Büros beschlossen wurde. Die Deutsche Reihenhaus plant, die gesamte Versorgung mit Wärme, Strom und Wasser über gemeinsame Technikzentralen mit Blockheizkraftwerken zu regeln. Das spare Platz für eigene Heizkessel in den Wohnungen. Die Stadt hat die Obergrenze für Treibhaus-emissionen auf die Werte der Referenzsiedlung „Alte Brauerei“ festgelegt. Der Heizbedarf und Dämmstandard soll sich zwischen den Werten eines Passivhauses und eines KfW 55-Hauses bewegen. Die Häuser sollen zudem so nach Süden ausgerichtet sein, dass nicht nur Tageslicht optimal genutzt werden kann, sondern auch grundsätzlich die Nutzung von Solarenergie möglich wäre. Insgesamt soll die Siedlung an das Busnetz angeschlossen werden.