Sieger des Kreiswettbewerbs kommen aus Monheim Bärengruppe züchtet 22 Kilo schweren Kürbis

Monheim · Die Evangelische Integrative Kindertagesstätte Lerchenweg in Monheim holte den zweiten Platz des Wettbewerbs „Vom Kompost zum Kürbis“.

 So sehen Sieger aus. Die Bärengruppe der Kita Lerchenweg in Monheim.

So sehen Sieger aus. Die Bärengruppe der Kita Lerchenweg in Monheim.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Bereits zum zehnten Mal fand dieses Jahr im Kreis Mettmann der Wettbewerb „Vom Kompost zum Kürbis“ statt. Den zweiten Platz gewann die Evangelische Integrative Kindertagesstätte Lerchenweg in Monheim. Innerhalb von circa vier Monaten züchteten die Kinder und Erzieher einen 22,2 Kilogramm schweren Kürbis. Aus knapp 100 teilnehmenden Einrichtungen mit fast 5000 Kindern hat die Kita den zweitschwersten Kürbis im ganzen Kreis gezüchtet.

Anfang Mai wurde den teilnehmenden Einrichtungen von der Kompostierungsgesellschaft Düsseldorf/ Kreis Mettmann (KDM) Kürbiskerne und jeweils fünf Säcke Kompost frei zur Verfügung. Dann wurden die Kürbiskerne in kleinen Töpfchen mit Blumenerde gepflanzt. Ende Mai konnten die Kürbispflanzen nach draußen in ein Hochbeet umgepflanzt werden.

Alle Einrichtungen haben die gleichen Kürbissamen der Sorte „Gelber Zentner“ erhalten. Diese Art ist vor allem dafür bekannt, dass sie besonders groß wird. Kürbisse benötigen zum wachsen viele Nährstoffe. Diese ziehen sie aus dem Kompost und dem Wasser. Beim Kompost schaufeln und gießen der Kürbisse waren die Kinder eine große Hilfe. „Sie waren alle ganz begeistert, wie schnell die Pflanzen gewachsen sind“, erzählt Dagmar Büscher, Erzieherin mit Spezialisierung auf Naturpädagogik.

Die Kinder hätten den Kürbissen „gut zugeredet“ und ihnen viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dies sei neben viel Wasser auch das Geheimrezept der Kita für die Größe des Kürbis gewesen. Bei dem trockenen Sommer hätten die Pflanzen besonders viel Wasser gebraucht. „Während der Sommerferien hatten wir sogar einen Gieß-Dienst“, berichtet die Erzeherin. „Wir hatten zwar drei Wochen geschlossen, aber trotzdem haben sich die Erzieherinnen wöchentlich mit dem wässern abgewechselt.“

Insgesamt haben es fünf der gepflanzten Kürbisse nach draußen ins Hochbeet geschafft. Da alle Kürbisse angegangen seien, konnte die Kita nur die größten Pflanzen behalten. „Der Kürbis, der am Ende gewonnen hat, kommt aus der Bärengruppe und war von Anfang an die größte Pflanze“, erzählt Büscher stolz. Als Preis überreichte Beatrice Wildapfel, Abfallberaterin des Kreises Mettmann, der Kita eine Urkunde und einen Gutschein über 250 Euro. Außerdem gab es als Überraschung für die Kinder und Erzieherinnen selbst gebackenen Kürbiskuchen.

Durch den Wettbewerb soll den Kindern und Erzieherinnen vor Augen geführt werden, dass kompostierbare Garten- und insbesondere Küchenabfälle als Kompost die besten Wachstumsbedingungen für Pflanzen bieten. „Schon bei den Kleinen kann das Interesse für die ökologisch sinnvolle Verwertung von Bioabfall geweckt werden“, erklärt Wildapfel. Das wirke sich später positiv auf den Umgang der Kinder mit Abfall und Ressourcen aus.

Den Riesenkürbis könnten die Kinder und Erzieherinnen nicht nur essen, sondern auch zum Erntedankfest am 2. Oktober der Kirche zur Verfügung stellen oder ihn zu Halloween aushöhlen. „Das Schöne an dem Wettbewerb ist, dass die Kinder die Pflanzen über Monate begleiten und jeden Tag eine neue Veränderung an ihnen feststellen können“, findet Wildapfel. „In unserer Kita spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle“, erklärt Büscher. Die Kita wolle ihren Alttag nachhaltiger gestalten und bald selbst mit dem kompostieren beginnen.

Den dritten Platz belegen die Kinder der Delfin-Klasse der Ogata an der Grundschule Götscher Weg in Langenfeld mit ihrem 18 Kilogramm schweren Kürbis. Auch sie erhalten eine Urkunde und eine Gutschein im Wert von 200 Euro.

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