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Monheim: Ausbau des Radschnellweges geht voran.

Alternative zum Autoverkehr : Ausbau des Radschnellwegs geht voran

In Monheim nimmt ein Teil des Radschnellwegs, der auch die Städte Neuss, Düsseldorf und Langenfeld miteinander verbinden soll, Gestalt an. Der Bau am nördlichen Ende Monheims hat begonnen.

Zwischen Hellerhofweg und Landecker Weg entsteht ein Zweirichtungsradweg mit vier Metern Breite; in der Fortsetzung gibt es eine Fahrradstraße. Über die Benrather Straße geht es via Radweg zur Baumberger Chaussee (wo ein Teil bereits im Schnellweg-Standard realisiert ist), von dort zur Opladener Straße und weiter bis zur Alfred-Nobel-Straße im Süden Monheims, der gleich an Hitdorf grenzt. Der Radschnellweg gabelt sich in Düsseldorf-Hellerhof. Im Monheimer Stadtgebiet verläuft der Radschnellweg nahezu geradlinig von Norden nach Süden. Es gibt erste Planungen der Stadt Leverkusen, den Weg dort fortzusetzen.

Insgesamt erstreckt sich der geplante Radschnellweg von Neuss über Düsseldorf nach Langenfeld und Monheim über 31 Kilometer. Die Stadt Monheim hat beschlossen, ihren Anteil selbst zu bauen, damit nicht zu einem späteren Zeitpunkt frisch sanierte oder umgebaute Straßen wieder aufgerissen werden müssen. Monheim ist aus der Arbeitsgemeinschaft mit den anderen beteiligten Städten Neuss, Düsseldorf und Langenfeld ausgestiegen.

Der Radschnellweg hat zum Ziel, den Radverkehr als Alternative zum Auto zu stärken und wird vom Land NRW gefördert. Der Förderbescheid für den ersten Abschnitt in Monheim ist im September 2019 eingegangen.

Zwischen den Stadtzentren von Langenfeld und Monheim ist seit vergangenem Herbst eine 13,2 Kilometer lange Fahrradroute ausgeschildert. Sie überschreitet die Ortsgrenze an der Ohligser Straße (B229), deren Solinger Fahrbahnhälfte Bonner Straße heißt. An dieser Stelle können sich Radler anhand der Hinweisschilder entscheiden, ob sie entlang der B229 in Richtung Langenfelder City fahren möchten oder lieber abseits des Autoverkehrs über die neue Route durch Wiescheids Mitte.

„Wir hatten uns bei unserem regelmäßigen Austausch mit der Solinger Verwaltungsspitze darauf verständigt, diese Route für Radler auszuschildern“, sagt Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider. „Sie soll besonders Berufspendler ansprechen, ihr Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zu nutzen. Freizeitradler haben womöglich ihre eigenen Lieblingsrouten. Hier geht es um möglichst kurze und doch sichere Wege in die Stadtzentren.“

Die ausgeschilderte Route überwindet einen Höhenunterschied von rund 230 Metern. „Das hügelige Bergische sollte kein Hinderungsgrund sein“, meint Solingens OB Tim Kurzbach. „Es gibt ja schließlich neben Mountainbikes auch Elektrofahrräder.“

Vom Langenfelder Stadtzentrum aus weisen wenige Schilder mit Entfernungsangaben und viele kleine Tafeln mit Richtungspfeil den Weg in Richtung Solingen. Die Strecke führt über die seitlichen Schutzstreifen entlang der Solinger Straße, Immigrather Platz und die Bahnunterführung zum Kreisel an der Hardt. Dort geht es nach links über die Arnold-Höveler- und Kronprinzstraße, Kurfürsten- und Winkelsweg, Winkel, Tiefenbruch- und Kirchstraße.

Auf Solinger Gebiet verläuft die neue Radroute über Aufderhöhe und Mangenberg, teils über Nebenstraßen, teils auch über die L67 (Löhdorfer- und Mangenberger Straße). Insgesamt soll in Langenfeld das in die Nachbarstädte führende Routennetz weiter verdichtet werden. Das ist ein Wunsch der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in Nordrhein-Westfalen, der Langenfeld seit kurzem angehört.“ In Richtung Hilden wird der Radweg demnächst verbessert. Auch Hinweisschilder mit Entfernungsangaben für Radler nach Monheim, Leverkusen und Leichlingen stehen an etlichen Stellen in Langenfeld.