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Monheim: Mona Mare lässt defekte Videoanlage reparieren

Monheim : Mona Mare lässt defekte Videoanlage reparieren

Bereits vor drei Wochen wurde nach einem Spindaufbruch im Monheimer Schwimmbad ein 40 000-Euro-Wagen gestohlen. Dies wurde gestern nach dem RP-Bericht über die jüngsten Fälle bekannt.

Nach den Spindaufbrüchen samt Diebstahl von Autos in und vor dem Mona Mare will die Stadt die seit drei Jahren defekte Video-Überwachungsanlage in dem Schwimmbad wieder ans Laufen bringen.

"Es werden jetzt Angebote für eine Reparatur oder Umrüstung eingeholt", kündigte Bürgermeister Daniel Zimmermann gestern auf RP-Anfrage an. Die Anlage sei damals aus Kostengründen nicht repariert worden. "Wegen des Abschreckungseffekts wurde aber darauf verzichtet, die Kameras auf den Gängen und im Eingangsbereich abzumontieren. Nur der Beobachtungsbildschirm wurde abgebaut", sagte Zimmermann. In intaktem Zustand hätte das System auch Aufzeichnungen geliefert — Bilder, die bei der Tätersuche jetzt vermutlich hilfreich wären.

Mit Blick auf den Beutewert vom Dienstag (min. 45 000 Euro) und die geschätzten Reparaturkosten (max. 15 000) räumte der Verwaltungschef ein: "Die Entscheidung, nicht zu reparieren, hat sich als falsch erwiesen."

Zudem wurde gestern bekannt: Spind geknackt, Zündschlüssel erbeutet und Auto gestohlen — entgegen erster Auskünfte von Bad-Betriebsleitung und Polizei hat es dies in und vor dem Mona Mare doch schon mal gegeben. Vor gerade mal drei Wochen, am Freitag, 26. Juli, wurde einem Düsseldorfer Ehepaar ein rund 40 000 Euro teurer silberfarbener Audi A 3 entwendet — nach demselben Muster wie in den beiden Fällen von Dienstagabend. Dies teilte die Kreispolizei auf Hinweis eines RP-Online-Nutzers und Anfrage der RP mit.

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Wie berichtet, haben Unbekannte am Dienstag nach 18 Uhr zwei benachbarte Umkleide-Spinde in dem Familienbad geknackt und sämtliche darin deponierten Wertsachen — Portemonnaies, Ausweise, Handys, Haus- und Autoschlüssel — gestohlen. Die Kleidung und die Taschen der Opfer fand man später in einer verschlossenen Umkleidekabine.

Die vor dem Mona Mare geparkten Autos der Bestohlenen aber waren und sind verschwunden: der VW-Touran eines Monheimers (Kennzeichen ME) und der VW-Passat einer Leverkusenerin (LEV, beide silberfarben). Geschätzter Gesamtwert: rund 45 000 Euro. Die Feierabendschwimmer hatten unabgängig voneinander, aber zur selben Zeit das Mona Mare betreten. Deshalb vermutet die Polizei, dass die Täter — mindestens zwei — ihre Opfer schon am Eingang oder auf dem Parkplatz beobachteten und ihnen folgten.

Die Ermittler suchen nun Badegäste, die am Dienstag nach 18 Uhr gesehen haben, wie ein oder zwei Personen mit den Sporttaschen der Bestohlenen eine Umkleidekabine betreten und sie ohne diese wieder verlassen haben. Es handelt sich um eine schwarze Puma- und eine weiße Tasche mit Schweizer Kreuz.

Zu dem Fall von vor drei Wochen, der gestern bekannt wurde, liegt eine Beschreibung der Tatverdächtigen vor. Grund: Ihre späteren Opfer fühlten sich laut Polizei schon beim Gang vom Parkplatz zum Mona Mare von zwei Männern beobachtet. Einer sei mit ihnen hineingegangen, gaben sie später zu Protokoll. Die Unbekannten sind demnach etwa Mitte 20, Typ Südosteuropäer mit Drei-Tage-Bart. Das Düsseldorfer Ehepaar betrat am 26. Juli gegen 16 Uhr das Mona Mare. Bereits zehn Minuten später fand man seine Kleidung, die es in einem Spind eingeschlossen hatte, in einer Umkleidekabine. Neben Schlüsseln und dem Audi A 3 wurde ihm Handys und Geld gestohlen.

Der Wagen wurde wie die beiden anderen Autos zur internationalen Fahndung ausgeschrieben, ist aber wie diese bis heute nicht wieder aufgetaucht. Auf die Frage, warum der erste Diebstahl nicht an die Medien ging, erklärte Frank Sobotta von der Pressestelle der Kreispolizei gestern: "Der ist uns durchs Raster gefallen. Warum, weiß ich nicht."

(RP)