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Mona Ende ist für die Quartiersarbeit in langenfeld zuständig

Langenfeld : Sie spricht Senioren direkt an

Die Verwaltung legt den Fokus auf Bürgernähe. Es gibt viele Kooperationspartner und ein gutes Netzwerk.

Mona Ende koordiniert die Quartiersarbeit in Langenfeld. Eines ihrer Anliegen ist die themenübergreifende Vernetzung. Der Arbeitskreis „Leben im Stadtteil“ setzt sich dafür ein, den Alltag der Senioren zu bereichern. Die Akteure unterstützen sie dabei, möglichst lange  in ihrem Wohnumfeld bleiben zu können.

Als Sie vor einem halben Jahr als Koordinatorin für die Quartiersarbeit in der Stadt gestartet sind, haben Sie gesagt: „In Langenfeld habe ich gute Möglichkeiten, meine Projekte umzusetzen.“ Würden Sie das heute noch einmal bestätigen?

Ende Ja. Auf jeden Fall. Die  Arbeit macht mir sehr viel Freude. Besonders schön ist es, dass ich auf gute und verlässliche Grundlagen zurückgreifen kann. Ich bekomme sowohl von der Verwaltung als auch von den Wohlfahrtsverbänden, Institutionen und Einrichtungen viel Unterstützung. Der Rückhalt ist sehr gut. In Langenfeld gibt es auf den verschiedenen Ebenen eine Menge Leute, die sich engagieren und die etwas bewegen wollen. So können wir gemeinsam Projekte auf den Weg bringen.

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Was ist so spannend an der Arbeit?

Ende Ich habe viel, insbesondere gestalterischen Freiraum  und kann gemeinsam mit meinen Kooperationspartnern vieles anstoßen, das ich so in anderen Städten nicht erlebt habe.  Die Verwaltung legt dabei den Fokus auf Bürgernähe, fragt die Menschen nach ihren Vorstellungen und unterstützt sie dabei, Ideen und Vorstellungen umzusetzen. Auch das ist in anderen Städten keinesfalls selbstverständlich. Damit möchten wir erreichen, dass alle Menschen – so sie es wollen – in ihrem Wohnumfeld bleiben können, und wollen sie dabei unterstützen.

Es gab bereits ein Netzwerk. Wie funktioniert die Zusammenarbeit?

Ende  Im „Arbeitskreis Leben im Stadtteil“ sind alle fünf Begegnungsstätten, die stationären Pflegeeinrichtungen, die evangelische,  die katholische Kirche und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit im Boot. Nach dem Zukunftskongress 2017 sind die Arbeitskreise für Stadtteilaktivitäten und Seniorenthemen zusammen gelegt worden. Inzwischen haben sie sich weiter geöffnet. Auch die stationären Pflegeeinrichtungen wie „Pro Talis“ in Berghausen oder der „Hewag Seniorenstift“ in der City sind dabei. Ferner arbeite ich eng und gut zusammen mit unterschiedlichen Bereichen innerhalb der Verwaltung. Die Politik gibt mir die notwendigen Rahmenbedingungen, meine Vorstellungen zu realisieren.

Sie wollen eine themenübergreifende Vernetzung erreichen. Was ist bisher passiert?

Ende Ich habe alle Einrichtungen besucht und mit den Verantwortlichen Gespräche geführt. Das Kennenlernen und ein guter Austausch sind  die Basis für eine erfolgreiche gemeinsame Arbeit. Ich habe natürlich auch die Moschee-Gemeinde und die Kirchen angesprochen.

Wie oft kommt der „Arbeitskreis Leben im Stadtteil“ zusammen?

Ende Wir treffen uns alle zwei Monate.  Die Zusammenarbeit ist wirklich bereichernd.

Bürgernähe ist ein wichtiges Stichwort. Es hat bereits erste Treffen in den Stadtteilen gegeben. Worum ging es?

Ende Wir setzen uns für ein nachbarschaftliches Miteinander ein. Das ist facettenreich. Der Fokus liegt dabei auf sozialen Themen wie Freizeit, Bildung, Gesundheit, Pflege, Versorgung und Mobilität. Aber es geht auch um Wohnen und Infrastruktur. Viele Bausteine sollen die professionellen Angebote ergänzen. Erste „Bürgerwerkstätten“ hat es schon in Berghausen,  in Langenfeld-Mitte und in Richrath gegeben. Jedes Mal waren zwischen  60 und 80 interessierte Nachbarn da, um ihre Vorstellungen in die Diskussion einzubringen.  Es scheint keine Schwellenängste zu geben. Das ist erfreulich. Auch in den anderen Stadtteilen sind demnächst „Bürgerwerkstätten“ geplant.

Gibt es schon erste Ergebnisse?

Ende Ja. Die gibt es. Bei der jeweils  ersten „Bürgerwerkstatt“ in einem Stadtteil wird aus verschiedenen Vorschlägen ein Thema ausgewählt, das dann an einem Folgetermin weiter vertieft wird. In Berghausen soll beispielsweise über die Einrichtung eines Treffpunktes nachgedacht werden. Die Bürger in Langenfeld-Mitte wollen sich am 25. Oktober beim nächsten Termin mit dem Schwerpunkt „Wohnen im Alter“ beschäftigen. Und in Richrath steht das Thema „Wie können wir den Informationsaustausch verbessern“ auf der  Tagesordung. Es ist sehr interessant für mich, dass in den einzelnen Stadtteilen so unterschiedliche Themen als wichtig beschrieben werden.

Welches sind die nächsten Schritte für die Stadtteilarbeit in Langenfeld?

Ende Wir wollen die Bürgerwerkstätten natürlich fortsetzen und auch die i-Punkte ausbauen. Das sind Anlaufstellen, in denen durch mich geschulte Ehrenamtler alle Fragen, die das Alter betreffen, beantworten. Wir haben inzwischen neun solcher Informationspunkte in den Stadtteilen. Sie sind in Begegnungsstätten und Pflegeeinrichtungen angesiedelt, beispielsweise im Seniorentreff  Richrath.