Kreis Mettmann: Mit neuer Betrugsmasche bereits 15 Fälle im Kreis

Kreis Mettmann : Mit neuer Betrugsmasche bereits 15 Fälle im Kreis

Kriminelle versuchen, beim bargeldlosen Bezahlen im Internet an die Pin-Codes zu kommen.

Der aktuelle Fall, der an einer Tankstelle in Ratingen passierte, war nicht der erste im Kreis Mettmann. Und er wird nicht letzte sein, denn die Betrüger, die sich am Telefon als vermeintlich offizielle Vertreter von Firmen und Behörden ausgeben, setzen auf die Gutgläubigkeit ihrer Opfer, die zudem unter Druck gesetzt werden. Wer also einen Anruf bekommt und nach seinen persönlichen Pin-Codes beim bargeldlosen Bezahlen im Internet (Paysafe-Codes) gefragt wird, der sollte das Gespräch schnell beenden – und die Polizei informieren.

Im aktuellen Fall hatte eine 48-jährige Mitarbeiterin der Tankstelle auf telefonische Nachfrage einem Unbekannten zwei der gewünschten Pin-Codes im Wert von je 100 Euro genannt. Die Betrüger geben sich unter anderem als Mitarbeiter der Firma Paysafecard aus und verlangen die Herausgabe der Codes, weil sie angeblich das interne Zahlungssystem überprüfen wollen. Natürlich ist dies nur ein Vorwand, der aber in mittlerweile 15 Fällen im gesamten Kreisgebiet (seit Herbst des vergangenen Jahres) funktioniert hat.

Die Paysafecard ist eine Prepaidkarte, mit der man sicher (so die Firma) im Internet bezahlen kann. Prepaid heißt: Man kauft vorher in einer der 450 000 autorisierten Stellen (Tankstellen, Supermärkte etc.) Karten, die unterschiedlich gestaffelt sind – und zwar von 10 bis 100 Euro. Mit Hilfe der Karte kann man im Internet bezahlen, indem man den 16-stelligen Pin-Code eingibt. Die Zahl der Verkaufsstellen wächst.

Die Polizei warnt eindringlich: Man sollte niemals seine persönlichen Zugangsdaten herausgeben. Weitere Hinweise gibt es zu dieser Betrugsmasche in den örtlichen Polizeiwachen.

(RP)