Monheim: Mieterbund: Stadt war lange untätig

Monheim: Mieterbund: Stadt war lange untätig

Verein kritisiert seit Jahren die hohen Fernwärmerechnungen der RWE.

"Die Aussage der Stadtverwaltung, dass Fernwärme das Wohnen in Monheim verteuert, ist wirklich keine neue Erkenntnis," stellt der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes Monheim/Langenfeld, Dr. Norbert Friedrich, fest. Mit diesen Worten kommentiert er die Nachricht, dass die Stadt den Gestattungsvertrag mit dem Wärmelieferanten "Innogy" als Betreiber des Fernwärmenetzes kündigen will.

Zu verschiedenen Anlässen habe der Mieterbund immer wieder auf die Monopolstellung von "Innogy" (vorher Esso und RWE) als alleinigen Wärmelieferanten hingewiesen, und ebenso auf nicht nachvollziehbare oder umstrittene Berechnungen sowie einen zu hohen Wärmelieferungspreis.

Abgesehen davon, dass es ohne diese Verträge keinen Mietvertrag für Wohnungen in bestimmten Wohngebieten gibt, sei festzustellen, dass das Wärmelieferungsnetz inzwischen 50 Jahre alt und damit kaum noch auf einem modernen Stand der Technik sei.

"Lange stießen wir im Rathaus auf taube Ohren", beklagt Friedrich. Nachdem im Frühjahr 2017 das Bundeskartellamt RWE dazu verdonnert habe, betroffenen Monheimer Haushalten wegen zu hoher Wärmepreise zuviel gezahlte Beträge zurück zu erstatten, begrüßte der Vorsitzende des Mieterbundes dies öffentlich. Daraufhin habe er einen kritischen Anruf aus dem Monheimer Rathaus erhalten.

Der Vorsitzende des Mieterbundes kritisiert, dass die jetzige Prüfung der Verwaltung seit langem überfällig sei und zu Ungunsten der betroffenen Menschen unnötig viel Zeit ungenutzt verstrichen ist.

(elm)