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Monheim: Mieter kehren nach Brand zurück

Monheim : Mieter kehren nach Brand zurück

Sechs Tage nach dem Hochhausfeuer zogen die meisten Bewohner wieder ein.

Sechs Tage nach dem Brand in einem siebenstöckigen Hochhaus an der Lichtenberger Straße sind gestern die meisten der 92 Mieter in ihre Wohnungen zurückgekehrt. Wie berichtet, hatte ihnen Ordnungsbüroleiter Hans-Peter Anstatt und Michael Dröge (Gagfah-Kundencenter) am Mittwochabend im Ratssaal mitgeteilt, dass bis einschließlich des 5. Stockwerks keine Bedenken bestehen. Als wichtigste Botschaft teilte Rathaus-Sprecher Thomas Spekowius mit: "Gesundheitlich geht es allen gut. Das gilt auch für die Bewohner der 6. und 7. Etage."

Für die Mieter des obersten Stockwerks, in der der Brand ausgebrochen war, sowie die Bewohner der Etage darunter sei, was die Rückkehr in die eigenen vier Wände betrifft, noch deutlich mehr Geduld gefordert. "Beim 6. Stock reden wir da vermutlich noch von zwei, vielleicht drei Wochen, beim 7. Stock allerdings tatsächlich von Monaten", erläuterte Dröge. Die Gagfah hat nach Angaben des Kundencenter-Leiters "die Mieter der beiden oberen Etagen, die nicht bei Freunden und Verwandten untergekommen sind, derzeit in Hotels einquartiert".

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Auch sonst ist das Immobilienunternehmen Spekowius zufolge hilfsbereit. Für die Bewohner des obersten Stockwerks würden nun, auch in Kooperation mit der LEG, Ersatzwohnungen gesucht. "Erste Lösungen zeichnen sich hier bereits ab." Die 49-jährige Mutter und ihre beiden erwachsenen Kinder, in deren Wohnung der Brand am vergangenen Samstag, nach bisherigen Erkenntnissen aufgrund eines technischen Defekts, entstanden war, sind dauerhaft bei Verwandten untergekommen. "Sie werden nicht zur Lichtenberger Straße zurückkehren. Nur ist in ihrer Wohnung tatsächlich alles komplett zerstört. Hier greift jedoch eine Hausratsversicherung."

Auch bei den anderen Mietern geht es nun vor allen Dingen um kleinere Soforthilfen. Mobiliar und Kleidung sind weitestgehend erhalten, bedürfen zumeist nur einer fachlichen Reinigung. "Wir haben in den letzten Tagen gerade bei Sachspenden so viele Hilfsangebote bekommen, dass wir vermutlich gar nicht alle in Anspruch nehmen können", sagt Anstatt, der die Hilfe seit Samstag gemeinsam mit der Abteilungsleiterin des städtischen Bürgerservices, Sibille Hanenberg, koordiniert hat.

Noch am Samstagabend hatte die Stadtverwaltung die Brandopfer im Baumberger Bürgerhaus zusammengerufen, wo vier Mieter, betreut vom DRK und der Notfallseelsorge der evangelischen Kirche, auch zur Nacht geblieben waren. Am Sonntag gab es einen ersten Schadensbericht und Soforthilfen, am Montag konnten Mieter wichtige Wertgegenstände und dringend benötigte Utensilien aus dem sonst noch abgesperrten Gebäude bergen.

Statisch gibt es nach ersten fachlichen Prüfungen laut Spekowius keine Probleme. "Alle Wohnungen können demnach wieder hergerichtet werden. Hier greift eine entsprechende Gebäudeversicherung der Gagfah." Mit Ausnahme der beiden oberen Etagen halten sich auch die entstandenen Löschwasserschäden in Grenzen. Um auch weiterhin schnell und unkompliziert helfen zu können, hat die Stadt ein Spendenkonto für die Brandopfer eingerichtet und einen Betrag von 10 000 Euro bereitgestellt.

Spendenkonto der Stadt Monheim, Verwendungszweck: "Spende Brandopfer Lichtenberger Straße" / Sachkonto 8100400 Stadtsparkasse Düsseldorf; Kontonummer: 87006615; BLZ: 300 501 10; oder IBAN: DE423005 0110 0087 0066 15; BIC: DUSSDEDDXXX.

(mei)