Langenfeld: Metzmacher-Schule: Neuer Streit um Kostenschätzung

Langenfeld : Metzmacher-Schule: Neuer Streit um Kostenschätzung

Der Verein "Mehr Demokratie NRW" wirft der Stadt Langenfeld eine Irreführung der Bürger vor.

In ihrer Stellungnahme auf dem offiziellen Informationsblatt zum Bürgerbegehren der Initiative "Rettet die Felix-Metzmacher-Schule" habe sie eine "Kostenschätzung für etwas ganz anderes erstellt" als das, was die Initiatoren des Bürgerbegehrens verlangen, kritisierte Alexander Trennheuser, Landesgeschäftsführer des Vereins, der sich für mehr direkte Demokratie stark macht. Die Stadt beziffere die Mehrkosten bei einem Erhalt der Metzmacher-Schule auf 15 bis 20 Millionen Euro — für einen Neubau an anderer Stelle, der nicht Gegenstand des Bürgerbegehrens sei.

Verbreitet wurde die Stellungnahme von der BGL, die sich als einzige Fraktion im Stadtrat bislang nicht gegen das Bürgerbegehren positioniert hat. Fraktionschef Gerold Wenzens erinnert nun daran, auch er habe bereits mehrfach im Schulausschuss auf den von "Mehr Demokratie" bemängelten "Fehler der Verwaltung" hingewiesen: Denn diese habe die Kosten für einen "Neubau auf der ,Grünen Wiese'" taxiert, während das Bürgerbegehren die neue Gesamtschule am Standort Metzmacher-Straße wolle.

Stadtsprecher Andreas Voss wies den Vorwurf der Irreführung zurück: Weil das vom Rat beschlossene und von der Bezirksregierung genehmigte Raumkonzept für die künftige Gesamtschule unter Einbezug des bestehenden Schulgebäudes "nicht umsetzbar" sei, wäre bei Erhalt des Gebäudes ein Neubau an anderer Stelle die Konsequenz.

Derweil nahm Friedhelm Görgens, Mitinitiator des Bürgerbegehrens, die Forderung der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung nach Erhalt der Metzmacher-Schule als Institution (die RP berichtete) zum Anlass, CDU und FDP im Stadtrat "mangelnde schulpolitische Kompetenz" vorzuwerfen.

(gut)