Langenfeld/Monheim: Mehr Verspätungs-Infos für Fahrgäste

Langenfeld/Monheim: Mehr Verspätungs-Infos für Fahrgäste

Die Bahnen der Stadt Monheim rüsten zwölf weitere Haltestellen in Monheim und Langenfeld mit Digitalanzeigen aus.

Kälte, Regen oder Schnee - gerade im Winter müssen Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs für den Weg von A nach B oft Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Ein Hoffnungsschimmer - gerade bei Verspätungen - sind da die elektronischen gesteuerten Anzeigentafeln an den Haltestellen, die dem Fahrgast die Sicherheit vermitteln, in absehbarer Zeit abgeholt zu werden. Die Bahnen der Stadt Monheim (BSM) rüsten im Laufe des Jahres fünf weitere Haltestellen mit dem dynamischen Fahrgastinformationssystem aus: die Haltepunkte Hegel-, Fröbelstraße in Baumberg, Rheinpark, Stein- und Lindenstraße. Der Busbahnhof erhält - zusätzlich zu den vorhandenen vier Tafeln - eine weitere für die Linie 788.

"Jeder Haltepunkt wird natürlich für jede Fahrtrichtung mit jeweils einer Tafel ausgestattet", erklärt Betriebsleiter Michael Hamann. Und da sich die Stadt Langenfeld an das von der Stadt Monheim beantragte Förderprojekt des Landes angeschlossen hat, werden auch in der Nachbarstadt sieben Haltepunkte zu Stationen mit digitalem Info-System ausgebaut: der S-Bahnhof Berghausen sowie die Haltepunkte Rathaus, Stadtgalerie, Marktplatz, Stadtmitte, Freiherr-vom-Stein-Straße und Berliner Platz. Das Gesamtprojekt koste 420.000 Euro, davon übernimmt das Land 90 Prozent. "Wir bereiten gerade die Ausschreibung vor", sagt Hamann. Nicht jede Haltestelle werde derart technisch aufgerüstet, nur solche, die mehr als von einer Linie angefahren werden und über eine ausreichende Fahrgastfrequenz verfügen. Das Unternehmen BSM profitiere nicht unmittelbar von dem System, nur der Kunde: "Denn es gibt nichts Schlimmeres als ein schlecht informierter Fahrgast", sagt Hamann. Grundlage der dynamischen Fahrgastinformation ist das ITCS (Intermodal Transport Control System), ein rechnergestütztes Betriebsleitsystem, über das die Rechner der beteiligten Verkehrsunternehmen verbunden sind. "Die Standorte der Busse werden als Ist-Werte in regelmäßigen Abständen per Datenfunk an den zentralen Rechner in der Leitstelle übermittelt, mit den Sollzahlen - also den regulären Fahrplanzeiten - verglichen und dann die Abweichung berechnet: Diese werden dann als neue Ankunftszeit an die Haltestellen weitergeleitet", erläutert Hamann. Das geschehe innerhalb eines Bruchteiles von Sekunden. "Die Busfahrer stehen so in ständigem Kontakt mit der Leitstelle, sie können so gegebenenfalls angewiesen werden, auf eine verspätete Line zu warten, um den Anschluss zu gewährleisten", sagt Hamann. Die Leitstelle erhält dank dieses Systems auch die Möglichkeit, gehäufte Verspätungen, etwa durch Staus, zu erkennen. "Dann werden die Fahrzeiten zwischen den Haltestellen so verschoben, dass es in der Summe stimmt", sagt Hamann.

Die für den Fahrplanwechsel 2018/19 geplante erhebliche Taktverdichtung, wofür die BSM allein 13 neue Busse anschaffen muss, werde von dem System problemlos bewältigt werden können, versichert Hamann. "Es wurde für deutlich mehr Traffic entwickelt." Bisher schickt die BSM täglich 30 Busse auf die Straßen in der Region.

(RP)