Monheim: Mehr Notfalltransporte in Monheim

Monheim : Mehr Notfalltransporte in Monheim

Der Rettungsdienst der Monheimer Feuerwehr wurde 2014 zu mehr Notfalleinsätzen gerufen als in den Vorjahren. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den Feuerwehr-Chef Hartmut Baur gestern im städtischen Ordnungsausschuss vorlegte. 2288 "Notfälle mit Patiententransport" wurden 2014 gezählt. Zum Vergleich: Drei Jahre zuvor waren es erst 2056.

Laut Baurs Stellvertreter Torsten Schlender gibt es zwei Gründe für die Zunahme: Die Alterung der Monheimer Bevölkerung, die "mehr Notfälle an sich" mit sich bringe, sowie die Anschaffung eines zweiten Rettungswagens nach Schließung des St.-Josef-Krankenhauses im August 2013. "Das zweite Fahrzeug ermöglicht es uns, Einsätze selbst zu fahren, die früher von auswärtigen Rettungsdiensten übernommen wurden", erklärt Schlender. Einschließlich der normalen Krankentransporte (keine Notfälle) verzeichnete der Rettungsdienst im vorigen Jahr insgesamt 4439 Einsätze.

Im Bereich des Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung zählte die Monheimer Feuerwehr 1004 Einsätze. 90 Mal musste sie zu Bränden ausrücken. Der größte Einsatz betraf den Wohnungsbrand in einem der Hochhäuser an der Lichtenberger Straße am Samstag des Pfingst-Wochenendes. Dass just zwei Tage später der Pfingststurm "Ela" die Einsatzkräfte erneut forderte, zeigt laut Schlender, "wie notwendig die Vorhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr in einer Kommune" ist. Schwerverletzte oder Tote seien bei den Bränden 2014 glücklicherweise nicht zu beklagen gewesen.

Kernfeuerwehr und Rettungsdienste zusammengenommen kamen 2014 laut Bericht auf 5443 Einsätze. Dies ergibt einen Durchschnitt von knapp 15 Einsätzen pro Tag.

(RP)
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