Langenfeld/Monheim: Mehr Flüchtlinge in beiden Städten

Langenfeld/Monheim : Mehr Flüchtlinge in beiden Städten

Seit August stieg die Zahl der Asylbewerber in Langenfeld von 97 auf 159, in Monheim von 100 auf 142.

Die Zahl der Asylbewerber hat in beiden Städten sprunghaft zugenommen. In Langenfeld stieg sie nach Angaben von Holger Hammer aus dem städtischen Sozialreferat seit vergangenem August von 97 auf 159. "Es sind vor allem Menschen aus Serbien und Mazedonien, die uns vom Ausländeramt des Kreises zugewiesen werden." Ähnlich sieht es in Monheim aus, wo laut Bereichsleiter Uwe Trost mittlerweile 142 Asylbewerber wohnen. Vor einem halben Jahr waren es noch 100.

Bereits im Oktober hatte Langenfeld nach den Worten der Ersten Beigeordnete Marion Prell mit damals 138 Asylbewerbern das anhand der Einwohnerzahl bemessene Aufnahmekontingent "zu 100 Prozent erfüllt". Doch die seit dem Wegfall der Visumspflicht für Menschen aus Südosteuropa steigende Zuwanderung von Flüchtlingen insbesondere aus den genannten Staaten nach Nordrhein-Westfalen hält an. "Das Land schaut, ob alle Städte ihre Aufnahmequote erfüllt haben. Und wenn das der Fall ist, dann wird sie angehoben", merkte Hammer an.

Noch sei es möglich, die Asylbewerber in den beiden vorhandenen Langenfelder Übergangsheimen an der Kölner Straße und am Winkelsweg unterzubringen. "Aber bei 159 Menschen geht es dort schon sehr eng zu." Schließlich sei die Maximalbelegung nur bedingt möglich. "Unter den aus vielen Nationen stammenden Flüchtlingen sind einige traumatisiert und können deswegen ihr Zimmer nicht mit Anderen teilen. Und in die von Familien belegten Räume können auch nicht einfach zusätzliche Asylbewerber gesteckt werden." Zudem gelte es, bestimmte Volksgruppen voneinander zu trennen.

Diese Aspekte bestätigte Uwe Trost für die Monheimer Unterkünfte an der Rhenania-, Nieder- und Danziger Straße. "Wegen der zunehmenden Enge haben wir den Hausmeister-Dienst verstärkt. Die persönliche Ansprache ist sehr wichtig, damit es zwischen den Bewohnern keine Auseinandersetzungen gibt."

Eine gewisse Entlastung schaffe der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM), indem er Obdachlose in so genannte Trainingswohnungen umquartiere und dort auf das spätere Leben in eigenen vier Wänden vorbereite. Trost: "Dadurch werden in den drei Unterkünften Räume für Flüchtlinge frei."

(RP)
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