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Langenfeld: LVR-Klinik: Wohnstraße tabu für Baulaster

Langenfeld : LVR-Klinik: Wohnstraße tabu für Baulaster

Politik und Verwaltung beruhigten Anwohner der Alten Schulstraße im Bau- und Verkehrsausschuss.

Wenn nächstes Jahr auf dem hinteren Geländeteil der LVR-Klinik der Bau eines neuen Großgebäudes startet, dann dürfen die schweren Lastwagen nicht über die Alte Schulstraße an- und abfahren. Das versicherten im Bau- und Verkehrsausschuss Stadtpolitiker aller Fraktionen den Bewohnern dieser Straße, die besorgt in den Rathaussaal gekommen waren. Statt über die verkehrsberuhigte Wohnstraße sollten die Lkw vielmehr über die Albert-Einstein-Straße durch das benachbarte Gewerbegebiet rollen, waren sich alle Parteien einig. Und diese Position solle die Stadtverwaltung klar vertreten, wenn sie sich am 27. November mit Vertretern des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) trifft und von dessen Planern vier als Alternativen angekündigte Routen für den Baustellenverkehr zeigen lässt.

Dort, wo auf einem etwa 20 Meter breiten Randstreifen gerade mehr als 100 Bäume gefällt wurden, wird das laut Klinikvorstand Holger Höhmann mit 30 Millionen Euro veranschlagte Gebäude für die Abteilungen Allgemeine Psychiatrie und Suchtkrankheiten errichtet. Wenn es Ende 2016 fertig ist, werde das daneben liegende Hochhaus abgerissen.

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Das bedeutet etwa zwei Jahre Baustellenverkehr, der durch eine Hinterausfahrt ums Klinikgelände herum zur Kölner Straße geführt werden muss. Der städtische Chefplaner Ulrich Beul versicherte im Ausschuss, dass der Klinikleitung keineswegs die Route über die Alte Schulstraße freigegeben worden sei. Dennoch äußerten sich Anwohner besorgt, als ihnen in einer Sitzungsunterbrechung Rederecht eingeräumt wurde. Günter Striewe verwies auf die gegenteilige Behauptung Höhmanns bei einem Informationsabend in der Klinik, und Nachbar Rolf Trojan merkte an: "Ich vermisse eine klare Stellungnahme der Verwaltung, dass der Baustellenverkehr auf keinen Fall über die Alte Schulstraße abgewickelt werden darf."

BGL-Ratsherr Andreas Menzel überreichte Beul eine von rund 200 Anwohnern unterschriebene Liste und beantragte für seine Fraktion, dem LVR die Route allein durch das Gewerbegebiet Galkhausen fest vorzugeben. Dazu bedürfe es keines Antrags, entgegneten die anderen Fraktionen. Dieter Braschoss: "Wir sind uns doch nach den bisherigen Diskussionen alle darin einig, dass die Baustellen-Lkw nicht über die Alte Schulstraße, sondern über die Albert-Einstein-Straße fahren müssen." Stefan Lauber (SPD) nickte und merkte an, "dass Rat und Verwaltung das Heft des Handelns in der Hand haben, nicht die Klinikleitung."

Beul und der städtische Verkehrsplaner Franz Frank sollen sich, so der Beschluss, am 27. November die LVR-Vorschläge zeigen lassen und für den Fall einer Route über die Alte Schulstraße ihr Veto einlegen. Dazu gebe es Möglichkeiten, so Frank: "Vom Fahrbahnaufbau her ist die Alte Schulstraße für solchen Schwerlastverkehr nicht ausgelegt."

(RP)