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Ludger Scholten hat eine eigene Sitzbank in Langenfeld

Geburtstagsaktion in Langenfeld : Eine eigene Bank zum 85. Geburtstag

Ludger Scholten hat zum 85. Geburtstag eine Sitzbank in Langfort geschenkt bekommen.

(ik) Ludger Scholten kann sich glücklich schätzen. Er besitzt seit Mai eine eigene Bank, und zwar in Langfort am Stichweg vom Weißenstein zur Berghausener Straße. Und er hat sogar noch eine zweite Bank in seiner Zweitheimat an der Ostsee in Kellenhusen. Dennoch ist Ludger Scholten kein Banker. Er ist ein 85-jähriger Langenfelder, der nette Kinder und Enkel hat, die sich Gedanken über seine Geburtstagsgeschenke machen und den Vater und Opa mit Sitzbänken an seinen Lieblingsorten beschenken. Und die kommen nicht nur ihm zugute, sondern der Allgemeinheit.

Die hübsche Holzbank in Kellenhusen haben die fünf Kinder – zwischen 52 und 60 Jahre alt – ihm zum 80. Geburtstag geschenkt. Und die einen knappen Kilometer von seinem Wohnort in Langfort entfernte Bank zum 85. Beide Male habe er absolut  nichts davon gewusst, versichert er.

Die Kinder hätten ihn und seine Frau Marlies Kannat zum Spaziergang abgeholt und ihn dann zur Ballon geschmückten eigenen Sitzbank aus recyceltem Plastik geführt. „Es gab zwei Standorte zur Auswahl“, sagt Scholten, „die Kinder haben sich dann für denjenigen entschieden, den wir auf jeden Fall auch noch zu Fuß erreichen können, wenn wir nicht mehr so mobil sind.“

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Erst einmal ist die braune Bank mit dem blank polierten Messingschild ein willkommenes Rastplätzchen auf dem Weg des Ehepaares von Langfort in den  Landschaftspark Fuhrkamp. „Wir setzen uns bewusst dort ein Viertelstündchen hin“, erzählt er. Das Schild mit seinem Namen und dem der Kinder und Enkel Petra, Markus, Verena Nils & Annika könnte sogar die Ursache sein, dass niemand sich traut, die Sitzgelegenheit zu beschmieren. Ein paar Meter weiter gegenüber steht eine städtische Bank, die immer wieder der Sprühsucht unbekannter Zeitgenossen zum Opfer fällt.

Scholten freut sich über die beiden Bänke. „Das ist ein Geschenk, das jeder nutzen kann“, sagt er. Und auch das Grünflächenamt ist angetan von den spendablen Kindern und der guten Idee. „Man hat mir gesagt, dass könnten ruhig mal mehrere Bürger so machen“, sagt er.