Monheim: Lokalhistoriker berichtet über Verfolgung

Monheim: Lokalhistoriker berichtet über Verfolgung

Der VHS-Vortrag über die NS-Zeit am 6. März von Karl-Heinz Hennen umfasst die Jahre 1933 bis 1945.

Verfolgung und Denunziation in der Zeit des Nationalsozialismus - bei diesem Kapitel der deutschen Geschichte bilde auch Monheim keine Ausnahme, so Stadtsprecher Norbert Jakobs. Lokalhistoriker Karl-Heinz Hennen erläutere in Zusammenarbeit mit dem Bergischen Geschichtsverein am Dienstag, 6. März, seine Recherchen bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung. Beginn im Saal der Volkshochschule an der Tempelhofer Straße 15 ist um 19 Uhr.

Karl-Heinz Hennen trägt aus seinen Forschungsergebnissen zu seinem dritten Band der Geschichte der Stadt Monheim vor, der voraussichtlich nach den Sommerferien erscheint, teilt Jakobs mit. Nach der Auswertung von umfangreichen Archivunterlagen ergebe sich hier erstmalig ein differenziertes und vollständiges Bild über Verfolgung und Denunziation in der Zeit des Nationalsozialismus. In bedrückender Weise zeige sich auch in den kleinen Orten am Rhein die ganze Palette der Verfolgung - sei es aus politischen oder religiösen Gründen, sagt der Sprecher.

Auch Fälle von Euthanasie und Zwangssterilisation seien zu verzeichnen. Die Fülle an Vorkommnissen von Denunziationen im Alltag verdeutliche darüber hinaus, in welchem Klima man zu dieser Zeit lebte.

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Hennens Untersuchung ende nicht mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, sondern es werde auch dargestellt, wie danach die Wiedergutmachung in Verwaltung und Justiz gehandhabt wurde. Dabei trügen die schleppend angelaufenen Verfahren von Wiedergutmachung und Entschädigung nicht dazu bei, die junge Bundesrepublik bis in die 1960er Jahre in einem gerechten und demokratischen Licht erscheinen zu lassen, sagt Sprecher Norbert Jakobs.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldungen ist erwünscht. Anmeldungen werden unter Telefon 02173 951-4111 angenommen. E-Mail: vhs@monheim.de .

(pc)