OQ Chemicals in Monheim/Oberhausen Lieferprobleme nach Betriebsstörung

Monheim/Oberhausen · Wegen eines Unfalls bei einem benachbarten Betrieb am Standort Oberhausen kämpft das Chemie-Unternehmen OQ Chemicals mit Sitz in Monheim mit Lieferschwierigkeiten bei insgesamt 21 seiner Produkte.

 Die Verwaltung von OQ Chemicals (früher Oxea) im Monheimer Rheinpark.

Die Verwaltung von OQ Chemicals (früher Oxea) im Monheimer Rheinpark.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Das Chemie-Unternehmen OQ Chemicals (vormals Oxea) mit Sitz im Monheimer Rheinpark kämpft wegen eines Unfalls bei einem benachbarten Betrieb am Standort Oberhausen mit Lieferschwierigkeiten bei mehreren seiner Produkte. Dies teilte OQ am Montagabend mit. Zu der „signifikanten Betriebsstörung“ in der Synthesegasproduktion eines Rohstofflieferanten auf dem Werksgelände von OQ Chemicals kam es dem Unternehmen zufolge am 27. Februar. Vier Personen seien nach einer vorsorglichen ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht und noch am gleichen Tag wieder entlassen worden. „Der Standortpartner produziert in Oberhausen technische Gase, darunter Synthesegas, das als Rohstoff an OQ Chemicals zur Weiterverarbeitung geliefert wird. Die betroffene Anlage des Rohstofflieferanten wurde automatisch abgeschaltet“, berichtet die Monheimer Firmenverwaltung. Der Stillstand der Synthesegasproduktion führe „bis auf weiteres“ zu Liefereinschränkungen bei 21 in Oberhausen hergestellten Produkten wie Isobutyraldehyd, Neopentylglykol oder n‑Buttersäure, so OQ. Es werde intensiv daran gearbeitet, die Produktion so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.

OQ Chemicals ist ein weltweiter Hersteller von Oxo Intermediates und Oxo Performance Chemicals wie Alkohole, Polyole, Carbonsäuren, Spezialester und Amine. Diese werden zur Herstellung von hochwertigen Beschichtungen, Schmierstoffen, kosmetischen und pharmazeutischen Produkten, Aroma- und Duftstoffen, Druckfarben sowie Kunststoffen verwendet. OQ Chemicals beschäftigt weltweit mehr als 1400 Mitarbeiter und vertreibt seine Chemikalien in über 60 Ländern. Das Unternehmen ist Teil von OQ, einem integrierten Energieunternehmen mit Ursprung im Oman.

Das frühere Oxea zählt zu den größeren und im Stadtbild sichtbaren Unternehmen, die sich nach der massiven Gewerbesteuer-Senkung in Monheim niedergelassen haben. Das Chemie-Unternehmen produziert hauptsächlich in Oberhausen, wo auch die große Mehrheit der Beschäftigten arbeitet. Die Verwaltung zog 2016 mit etwa 150 Mitarbeitern nach Monheim.

(gut)
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