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Laubunfällle: Welche Versicherung wann zahlt

Tipps für Langenfelder und Monheimer : Laubunfällle: Welche Versicherung wann zahlt

Bei Stürzen Fremder vorm eigenen Haus kommt die private Haftpflicht zum Tragen, bei eigenen Ausrutschern die Unfallversicherung. Der Gebäudeeigentümer kann die Verkehrssicherungspflicht, also das Freiräumen des Bürgersteigs von rutschigem, nassem Laub an seine Mieter per Hausordnung delegieren.

Der Herbst hat nicht nur schöne Seiten: Denn nasses Herbstlaub und Nebel sind bei Autofahrern fast wie Eis und Schnee gefürchtet. Wer beim Bremsen oder in enger Kurve aus der Bahn gerät oder auffährt, muss seinen Schaden selber tragen oder die Vollkasko zahlen lassen. Dann reagiert die Kfz-Versicherung mit prompter Rabattrückstufung. „Außer man hat einen so genannten Rabattschutz vereinbart“, sagt Sebastian Meurer, Sprecher des hiesigen Bezirks im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Der Rabattschutz ist bei den Tarifen eingeschlossen oder kann gegen einen Beitragszuschlag hinzugebucht werden.“

Demgegenüber hätten es nachlässige Grundstückseigner oder Mieter gar nicht so schlecht, findet Meurer: „Denn erfahrungsgemäß werden sie nur in sehr seltenen Fällen zur Verantwortung gezogen, wenn sie nasses Laub nicht weggeräumt haben.“ Sollte trotzdem ein Gericht der Klage eines Verunglückten stattgeben, sei es von Vorteil für die Beklagten, wenn ihre Nachlässigkeit nicht so weit gegangen ist, dass sie keine eigene private Haftpflichtversicherung haben. Denn diese übernimmt laut Meurer die gerichtlich festgestellte Forderung des klagenden Fußgängers oder Radfahrers. Und die könne bei einer Invaliditätsrente einen sechsstelligen Betrag ausmachen.

Bei vermieteten Gebäuden kann dem Experten zufolge auch die Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung, bei einem Ladenlokal die Betriebshaftpflichtversicherung die Verunglückten entschädigen. Der Gebäudeeigentümer kann aber die sogenannte Verkehrssicherungspflicht, also das Freiräumen des Bürgersteigs von rutschigem, nassem Laub an seine Mieter per Hausordnung delegieren. „Und dann kommt wieder die eigene private Haftpflichtversicherung ins Spiel.“, sagt Meurer.

Bei Stürzen und Verletzungen übernehmen in der Regel die Kranken- und die private Unfallversicherung die Kosten. Bei Wegeunfällen zum Arbeitsplatz und zurück kommt die Berufsgenossenschaft zum Zuge, aber nur wenn man auf dem direkten Arbeitsweg zu Schaden kam. „Eine sinnvolle Ergänzung kann bei privaten Sportaktivitäten, wie beispielsweise Radfahren, eine private Unfallversicherung mit Leistungen wie Invaliditätskapital, Unfallrente oder Krankenhaustagegeld sein“, sagt Meurer.

(gut)