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Lars van der Bijl will für mehr Lebensqualität in Monheim sorgen

Monheim : Lars van der Bijl will kandidieren

CDU und Senioren Union luden zum Neujahrsempfang ein. Auch Bundestagsabgeordnete Michaela Noll und Landrat Thomas Hendele nahmen teil.

Zum geselligen Neujahrsempfang luden am Sonntag CDU und Senioren-Union ins Baumberger Bürgerhaus ein. Auch Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, Landtagsabgeordnete Claudia Schlottmann und Landrat Thomas Hendele nahmen am Empfang teil, bei dem Fraktionschef Lars van der Bijl nicht nur das politische Jahr Revue passieren ließ, sondern sich nach seiner Rede gegen die Peto-Mehrheitsfraktion ausdrücklich als nächster Bürgermeisterkandidat der Monheimer Christdemokraten empfahl.

„Ich glaube daran, dass wir es bei der Kommunalwahl 2020 gemeinsam schaffen können, den Rat der Stadt wieder in ein Miteinander zu verwandeln und einen Bürgermeister mit Bodenhaftung und Herz für die Menschen zu wählen“, sprach van der Bjil kampfeslustig vor den Anwesenden – mehrheitlich aktive Mitglieder der Senioren Union, die daraufhin zustimmend klatschten. „Entwicklung und Veränderung ist eine Notwendigkeit, denn nur, wer die Zukunft gestaltet, kann auch aktiv daran teilnehmen. Diese Gestaltung werde ich mit Sinn für Maß und Mitte mit ihnen gemeinsam vornehmen“, schloss der Fraktionsvorsitzende sein Plädoyer. Dann warb er für Vertrauen und um Stimmen.

Van der Bjil hatte in seiner Begrüßung deutlich gemacht, den Kurs der Peto-Mehrheit nicht kampflos hinnehmen zu wollen. Ihm sei es peinlich, dass Monheim im ganzen Bundesland „im negativen Sinne im Gespräch“ sei. Mit der Geldverschwendung für Prestigeobjekte habe es die Stadt geschafft, „im Schwarzbuch der Steuersünder Erwähnung zu finden“. Bis 2023, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende, würde die Stadt durch Kredite 250 Millionen Euro Schulden aufnehmen. „Das hat nichts mit solider Finanzpolitik zu tun – hier will sich jemand ein Denkmal setzen.“

Er wolle für Lebensqualität in der Stadt sorgen, „ein Stück Monheim bewahren und dennoch Zukunft gestalten“. Dafür müsse dem Mittelstand der Rücken gestärkt werden. Er wolle aber auch die Jugend einbinden, ebenso wie die Senioren und nannte in diesem Zusammenhang den Ausbau von Freizeitmöglichkeiten, Fahrdienste für Ältere, Nachmittagsbetreuung für Kinder und die Schaffung von Kurzzeitpflegeplätzen. Zudem dürfe Monheims im Bauwahn nicht seinen dörflichen Charakter verlieren. Entwicklung sei gut und wichtig – er wünsche sich beispielsweise ein grüneres Stadtbild –, „aber mit Maß und Vernunft für Gemütlichkeit und Lebensqualität“. Für Gemütlichkeit sorgte an diesem Vormittag die Kölsch Band, die zwischen den Redebeiträgen Schunkellieder anstimmte.

Ursula Klomp, Vorsitzende der Senioren-Union zog eine positivere Bilanz aus dem vergangenen Jahr. „Erfolgreich und zufriedenstellend“ sei es gewesen, das hätten ihnen auch viele Mitglieder und Senioren attestiert. Sie seien sehr aktiv gewesen und werden positiv in der Stadt wahrgenommen. Dennoch äußerte sie einen deutlichen Wunsch an die Fraktion: „Setzen Sie sich so für uns ältere ein, wie es die Jugendpartei Peto für ihre Generation tut.“