Langenfeld: Langenfelder Chemie-Ass siegt bei "Jugend forscht"

Langenfeld : Langenfelder Chemie-Ass siegt bei "Jugend forscht"

Marvin Grotepaß, Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG), hat gestern den Landewettbewerb "Jugend forscht" in Leverkusen für sich entschieden: Der 15-Jährige trat für die Chemie-AG des Hildener Helmholtz-Gymnasiums an, in der er sich über die normale "Schul-Chemie" hinaus experimentell betätigt. Jetzt freut sich der Langenfelder auf die Fahrt zum Bundeswettbewerb, der vom 30. Mai bis 2. Juni ebenfalls in Leverkusen stattfindet. Insgesamt hatte Grotepaß auf seinem Weg zum Landessieg 382 Teilnehmer besiegt; So viele waren es bei dieser 48. Auflage des Wettbewerbs im Bereich Chemie gewesen. In der NRW-Ausscheidung stellten schließlich 81 Teilnehmer aus den Bereichen Arbeitswelt, Technik, Chemie, Biologie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik und Mathematik ihre Arbeiten vor. "Besonders an dem Wettbewerb ist sein ganzheitlicher Anspruch", erläutert Dieter Römer, der den Landeswettbewerb seit mehr als 20 Jahren leitet. Es gehe nicht nur um die Forschungsarbeit, bewertet würde auch Präsentation und Kreativität der Teilnehmer.

Mit seinen Versuchen konnte Grotepaß zeigen, wie man Windenergie umwandeln könnte, um sie zu lagern – "Biomasse aus der Steckdose" nannte er sein Experiment, das erst einen Tag vor dem Regionalwettbewerb messbar funktionierte. Er lässt Urtierchen (Archaeen) aus CO2 und Wasserstoff Methan herstellen. Dafür benötigen sie elektrische Energie. Die Idee dahinter: Wenn Windkraft in Methan umgewandelt wird, kann man dieses wunderbar lagern, denn das ganze Land ist durchzogen von Methan- bzw. Erdgasleitungen.

Beim Bundeswettbewerb wird der Langenfelder nun gegen die Sieger aus den anderen elf Bundesländern antreten.

(gök)
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