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Langenfeld: Langenfelder beklagen den Dauerstau

Langenfeld : Langenfelder beklagen den Dauerstau

An der Berghausener Straße stehen Autos morgens stadtauswärts, nachmittags in Gegenrichtung. Konzept ist in Arbeit.

Seinem Ärger über den täglichen Stau auf der Berghausener Straße (L 353) hat ein Richrather RP-Leser Luft gemacht, der namentlich nicht genannt werden möchte. Wer von der Autobahn A 59 und der Düsseldorfer Straße her in Richtung Winkelsweg fährt, steckt nachmittags und am frühen Abend nach den Erfahrungen des Richrathers mindestens zehn Minuten lang in der Autoschlange vor der Einmündung Zehntenweg/Jahnstraße fest.

"Rein vom Verkehr scheinen die anderen Kreuzungen auf der Strecke den Verkehr problemlos zu stemmen", merkt er an. Doch dank großzügiger Ampelphasen für die Anliegerstraßen und nach seiner Ansicht überflüssigen Grün für Linksabbieger komme es zu extremen Staus. "Davon hat keiner was, weder Ortsfremde, noch Langenfelder Bürger und Unternehmen."

Der städtische Verkehrsplaner Franz Frank bestätigte auf RP-Anfrage, dass das ohnehin hohe Aufkommen an Autos im genannten Abschnitt zurzeit noch verstärkt sei. "Dass die Berghausener Straße mit täglich fast 23 000 Fahrzeugen ihr Leistungsende erreicht hat, ist Fakt. Aktuell kommt hinzu, dass sich viele Autofahrer wegen der Fahrbahnarbeiten an der Bergischen Landstraße mit der Sperrung in Richtung Langenfeld andere Wege suchen. Eben auch über die Berghausener Straße."

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Das zeigt sich nach Franks Eindruck auch daran, dass es zurzeit in der Nähe der Baustelle an der Hardt nicht solche Verkehrsprobleme gebe wie beim ersten Bauabschnitt im vergangenen Herbst, als die Bergische Landstraße (L 403) ebenfalls in Richtung Langenfeld gesperrt war. "Ich fahre jeden Tag selber auf dem Weg zur Arbeit über die Hardt." Wenn der Landesbetrieb Straßen NRW nach Abschluss der L 403-Fahrbahnsanierung Anfang Mai mit dem Umbau der A 3-Anschlussstelle an der Hardt beginnt, dann wird sich dies nach Franks Worten "ebenfalls wieder im ganzen Stadtgebiet auswirken".

Doch unabhängig von solchen vorübergehenden Einschränkungen soll der Verkehr auf der Berghausener Straße flüssiger gemacht werden. Eine Grüne Welle auf dieser nördlichen Hauptverkehrsachse zwischen Langenfeld und Monheim ist der Wunsch beider Städte, die deshalb gemeinsam das Ingenieurbüro BBW mit einem Gutachten beauftragt hatten. In einem Zwischenbericht hatte BBW-Planer Richard Baumert vor einem Jahr allerdings allzu kühne Erwartungen gedämpft, zumal in beiden Städten nahe der Berghausener Straße je zwei neue Baugebiete entstehen. "Eine Grüne Welle allein durch bessere Ampelschaltungen ist schon rein rechnerisch nicht möglich."

Immerhin nannte Baumert für einige der acht Knotenpunkte auf dieser Achse Verbesserungsmöglichkeiten: So soll an der Elisabeth-Selbert-Straße für Autos, die von Richrath her kommen und nach rechts ins Gewerbegebiet Fuhrkamp gelangen wollen, der Abbau der Verkehrsinsel eine zusätzliche Rechtsabbiegespur ermöglichen. Sie hätte eine Länge von etwa fünf Autos und könnte gerade in den Morgenstunden den Rückstau vor der Ampel verkürzen. Frank: "Der Landesbetrieb hat uns zugesichert, dass das 2015 erledigt wird."

Eine gewisse Verbesserung hat im letzten Jahr die an der Ausfahrt der Firma Ages angelegte Einfädelspur in der Fahrbahnmitte gebracht. Sie ermöglicht das Linksabbiegen in Richtung A 59 in zwei Etappen. Am Knotenpunkt Mühlenweg wird eine Ampelanlage errichtet, die das Überqueren der Berghausener Straße sicherer machen soll.

Und an der Abfahrt Autobahn 59 ist in Richtung Langenfeld eine zusätzliche Linksabbiegespur vorgesehen.

(RP)