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Langenfeld: Workshopteilnehmer lassen sich von großen Künstlern inspirieren

Im Stadtmuseum : Kunst inspiriert Workshopteilnehmer

Neben der Ausstellung „Mit kühlem Blick“ zeigt das Langenfelder Stadtmuseum aktuell Werke, die in einem Zeichenkurs entstanden sind. Die Idee dieser Kunst aufzugreifen, ihre Kriterien zu verstehen und in eigene Werke umzusetzen, war das Ziel der Teilnehmer eines die Ausstellung begleitenden Workshops mit dem Kölner Künstler Dirk Schmitt.

Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hat die Menschen und ihre Sicht auf ihre Welt zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachdrücklich verändert. Auch Kunstschaffende wandten sich von abstrakten Ideen des Expressionismus ab und einer eher nüchternen und realitätsnahen Interpretation der Wirklichkeit zu. Im Ergebnis entstand die „Neue Sachlichkeit“ als prägende Kunstrichtung der Zwischenkriegsjahre, die aktuell in der Sonderausstellung „Mit kühlem Blick – die Neue Sachlichkeit der 1920er Jahre“ aus der Sammlung Frank Brabant im Stadtmuseum zu sehen ist.

Die Idee dieser Kunst aufzugreifen, ihre Kriterien zu verstehen und in eigene Werke umzusetzen, war das Ziel der Teilnehmer eines die Ausstellung begleitenden Workshops mit dem Kölner Künstler Dirk Schmitt. Die Ergebnisse des Zeichenkurses sind aktuell im Museum zu entdecken. „Die Teilnehmer sollten sich an den Kriterien der „Neuen Sachlichkeit“ orientieren. Das heißt unter anderem „weg vom Expressionismus“, eine „realistische Darstellung“ und eine „neue Formensprache mit vielen Details und weniger emotionalen Effekten“, erklärte Schmitt die Herangehensweise.

Unterstützt hat er den kreativen Prozess, indem sich die Kunstschaffenden in den Räumlichkeiten des Museums intensiv mit den künstlerischen Mitteln der ausgestellten Werke von Georg Schrimpf, Gerta Overbeck, Ulrich Neujahr, Heinrich Maria Davringhausen und anderen auseinandersetzen und anschließend das eigene Können schulten.

Entstanden sind dabei zeichnerische und malerische Skizzen und Werke, die die Motive ihrer Vorbilder aufnehmen. Dirk Schmitts Aufgabe bestand dabei vor allem darin, ein Verständnis und Gefühl für die Kunst der Zwischenkriegsjahre vor ihrem historischen Kontext, dem Zeit- und Kunstgeschehen der Epoche zu schaffen. „Es ist wirklich eine Ausnahme, dass wir vor den Originalen im Museum arbeiten durften“, betonte Schmitt. In anderen großen Ausstellungen sei das oftmals streng verboten. So aber komme Leben ins Museum, die Menschen kämen über die Kunst in den Dialog, betonten Eva Hinke und Alexandra Struckmeier, die vor Ort für Ausstellungen und Pädagogik beziehungsweise für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind. Noch bis einschließlich Sonntag, 11. Oktober 2020, sind die Werke aus der Sammlung Frank Brabant und die Ergebnisse des Workshops im Stadtmuseum zu sehen.

Auch die nächste Ausstellung an der Hauptstraße 83 steht bereits fest: Vom 6. November bis 7. Februar 2021 sind dort Fotografien des Schweden Hans Strand zu sehen.

Zu den Langenfelder „Schwedenjahren“ spannt die Ausstellung „Erde“ einen Bogen über das Werk des Künstlers und zeigt die Facetten seiner Arbeit. Der Betrachter entdeckt darin die Schönheit Islands, Landschaftsdetails aus der schwedischen Heimat des Fotografen und großformatige Luftaufnahmen, die „in kompositorischer Vollendung die Zerstörung mediterraner Landschaften durch die Menschen dokumentiert“.