Langenfeld Weibsbilder-Soirée zum Frauentag

Langenfeld : Weibsbilder-Soirée begeistert Frauen

„Weibsbilder – Spiegel, Spott und Übermut“: Das Programm im Flügelsaal feiert den internationalen Frauentag. Die Besucherinnen spenden Applaus.

Jedes Jahr veranstaltet die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Langenfeld eine Soirée anlässlich des internationalen Frauentages, lädt dazu gerne regionale Künstlerinnen auf die Bühne im Flügelsaal des Kulturzentrums. In diesem Jahr aber hat Diana Skrotzki besonderen Mut bewiesen und die ihr bislang völlig unbekannte Berlinerin Dr. Cathrin Alish eingeladen. Deren Programmtitel lautet passenderweise: Weibsbilder – Spiegel, Spott und Übermut.

Ein wenig aufgeregt ist Diana Skrotzki schon: wenn man einen Künstler ins Blinde hinein einlädt, kann das gut mal nach hinten losgehen, vor allem dann, wenn man, so wie die Gleichstellungsbeauftragte, über viele Jahre für ein attraktives Programm rund um den internationalen Frauentag gesorgt hat. „Diese Soiréeabende sind schon Wochen vorher ausverkauft. Die Langenfelderinnen mögen es gern schöngeistig und anspruchsvoll und bis jetzt ist uns das immer gelungen“, berichtet Diana Skrotzki und nimmt an einem der hübsch gedeckten Tische Platz. Für alle rund einhundert Gäste, alles Frauen bis auf einen Mann,  gibt es Baguette und Käse, Obst und Rotwein. Ein schöner Beginn für einen unterhaltsamen und vielseitigen Abend, denn Cathrin Alish ist ein Multitalent. Die 52-Jährige erzählt Geschichten, Legenden aus fernen Ländern von Lappland bis zum Orient und sie erzählt sie mit einer wunderbaren warmen weichen Stimme, mit gekonnten, aber unaufdringlichen Betonungen, sie spielt mit leisen und lauten Tönen, sie beherrscht die hohe Kunst des Erzählens nahezu perfekt und dabei spielt es gar keine Rolle ob die Geschichten wahr, erfunden oder vielleicht ganz geflunkert sind, denn  allesamt handeln von Weibsbildern aus aller Welt, mal frech, mal zart, mal hinterlistig, aber stets so, dass am Ende das Publikum schmunzelt und anerkennend Applaus schenkt.

Daneben spielt die studierte Musikerin auf der Geige ihre eigenen Kompositionen, melancholische Walzer, fröhlichen Tango, vertont Verse von Tucholsky, begleitet in Liedermachermanier ihren eigenen Gesang mit der Akustikgitarre. „Ganz wunderbar“, schwärmt eine Besucherin während der Pause und greift nach einem Stück Camenbert und Skrotzki kann nun endlich entspannt die knackigen roten Weintrauben genießen. „Ich bin wirklich begeistert, wie sie hier die Geschichten aus anderen Kulturen darbietet, das ist schon wirklich hohe Kunst.“ Ein kleiner hölzerner Kasten mit Stahlseiten begleitet die Künstlerin durch den Abend, die schwingenden Töne setzen Akzente, imitieren Geräusche, fordern Aufmerksamkeit.

„Viele haben mich in der Pause gefragt, was das denn für ein Instrument ist“, beginnt Cathrin Alish den zweiten Teil ihres Programms, „es ist ein Instrument der afrikanischen Geschichtenerzähler, allerdings ein wenig abgeändert, in Afrika darf es aber nur von Männern verwendet werden.“  Und so nimmt die Berlinerin ihre beeindruckten Langenfeld Gäste weiter mit auf eine Reise durch die Kulturen und dies mit Witz, Intelligenz und Leichtigkeit. Mit den Worten „Danke für diesen wunderbaren Abend“, schließt Skrotzki. „Hoffentlich kommen Sie ganz bald wieder zu uns.“