Städtische Mitarbeiter in Langenfeld Der Müll bleibt wegen Warnstreik vielerorts stehen

Langenfeld/Monheim · Mitarbeiter der städtischen Verwaltung sind am Montag dem Aufruf der Gewerkschaft Komba gefolgt und haben die Arbeit niedergelegt.

 80 städtische Mitarbeiter streikten.

80 städtische Mitarbeiter streikten.

Foto: Michael Gombert

Stattdessen sind sie vom Parkplatz an der Langforter Straße losgezogen zum Betriebshof und über die Hauptstraße zurück zum Parkplatz. Dabei haben sie auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht. Rund 80 Leute waren unterwegs, sagt Michael Gombert, Vorsitzender des Komba-Ortsverbands Langenfed.

Gemeinsam mit Verdi hatte die Komba für Montag zum Streik im öffentlichen Dienst aufgerufen. Das heißt, Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs sowie Angestelle im öffentlichen Dienst haben sich beteiligt. Bestreikt wurde in Langenfeld vor allem der Betriebshof. Von rund 80 Mitarbeitern haben etwa 15 die Stellung gehalten, berichtet der stellvertretende Leiter Patrick Sahm. Betroffen waren die Restmüllbezirke 1, 6, 11 und 16. Dort blieb der Müll stehen.

Die Nachleerung soll jedoch zeitnah noch in dieser Woche erfolgen. Die Abfallberatung der Stadt Langenfeld bittet deshalb betroffene Grundstückseigentümer, die Mülltonnen am Straßenrand stehen zu lassen. Den Sperrmüll haben die Betriebshofmitarbeiter an diesem Tag ebenfalls nicht abgeholt. Dies soll ebenfalls nachträglich geschehen. Das Papier im Bezirk 15 haben die Mitarbeiter eingesammelt. Die gelben Säcke im Bezirk „F“ sind nach Plan von dem privaten Unternehmen RMG eingesammelt worden.

Insgesamt, so berichtet Michael Gombert, seien 260 städtische Mitarbeiter in Langenfeld Mitglied seiner Gewerkschaft. Die Mitglieder seien nicht nur im Betriebshof, sondern auch in Kindertageseinrichtungen der Stadt sowie in anderen städtischen Abteilungen beschäftigt.

Die Tarifkommission, in der auch die Gewerkwerkschaft Verdi vertreten ist, kämpft für Festangestellte im öffentlichen Dienst um 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch um 350 Euro. Auch soll die Ausbildungsvergütung um 200 Euro erhöht werden. Ob es erneut zu Warnstreiks kommt, hänge von den Ergebnissen der zweiten Verhandlungsrunde im Februar ab, so Gombert.

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