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Langenfeld Vierter Advent auf der Wasserburg Haus Graven

Veranstaltungstipps : Vierter Advent auf der Wasserburg

Auf Haus Gaven in Langenfeld-Wiescheid stimmen Chöre, Kapellen und Orchester am kommenden Sonntag auf Weihnachten ein.

Verschneit wäre es noch schöner, aber auch so ist die Wasserburg in Langenfeld-Wiescheid ein geeigneter Ort, sich auf Weihnachten einzustimmen. Am kommenden Sonntag heißt es wieder „Advent auf Haus Graven“. Von 11 bis 18 Uhr bietet sich dem Publikum zum 9. Mal die jährliche vorweihnachtliche Feier im Burghof.

Der ausrichtende Wasserburg-Förderverein hat auf die bei Weihnachtsmärkten sonst üblichen Verkaufsstände verzichtet, da es in Langenfeld und Umgebung seit Mitte November bereits genügend Gelegenheiten zum Einkauf von Weihnachtsgeschenken gegeben hat. Vielmehr geht es den Organisatoren nach eigenen Worten um eine „besinnliche und stimmungsvolle Atmosphäre im historischen Ambiente“. Auf der Bühne im Innenhof gibt es ein abwechslungsreiches musikalisches Programm, das von zahlreichen Langenfelder Chören und Musikgruppen gestaltet wird:

11 Uhr „Youngster Band“ der Musikschule Langenfeld

11.45 Uhr „Sounds of LA“ – Jugendblasorchester der Musikschule

12.30 Uhr Quartettverein Langenfeld

13.30 Uhr Spielmannszug der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Richrath

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ab 14 Uhr Besuch des Nikolaus

14.30 Uhr „S(w)inging Family”

15.30 Uhr „VoiceArt“

16.30 Uhr Langenfelder Stadtmusikanten (Blasorchester)

Zur Musik gibt es Speis und Trank: Der Förderverein bietet Glühwein und alkoholfreien Punsch an, das Café Burgstube sowie „Feinkost Hitzegrad“ Kaffee, Tee und Kaltgetränke, Kuchen sowie süße und herzhafte Speisen.

In dem Baudenkmal selbst sind am Sonntag zwei Ausstellungen geöffnet: zur Geschichte von Haus Graven und die Sonderschau zur Pest, von der die Burg im frühen 17. Jahrhundert besonders betroffen war. Bereits 1348 brach der „Schwarze Tod“ über Europa herein und löschte ein Drittel der Bevölkerung aus. Zu der Ausstellung in den oberen Räumen der Wasserburg führen rote Rattenspuren – direkt hin zu dem lebensgroßen Bild eines Pestarztes in schwarzer Robe und der berühmten Maske. An der Tür zu den Ausstellungsräumen prangt das Pestkreuz. Anschaulich zeigen die Exponate, wie die Menschen damals mit der Pest umgingen. Es sind Heilkräuter ausgestellt, Heilsteine und auch Aderlass-Bestecke. Eine Rattenpopulation – die ersten Opfer der Pest – gehört ebenfalls dazu, ein extra für die Ausstellung hergestelltes Fußmodell mit Pestbeulen, genauso wie das Mikroskop, unter dem man den Pesterreger sehen kann.

Bei einer neuerlichen Pestwelle im 17. Jahrhundert wurde 1634 auf Haus Graven nahezu die gesamte Familie von Velbrück ausgelöscht. Beide Eltern und acht von zehn Kindern starben.

Der Eintritt zum Advent auf Haus Graven wie auch zu den Ausstellungen ist frei. Parkgelegenheiten in Nähe der Burg gibt es am Segelflugplatz Langenfeld, Graf-von-Mirbach-Weg 15, sowie am Wanderparklatz Schwanenmühle an der Haus-Gravener-Straße. Direkt an der Wasserburg kann nicht geparkt werden.