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Langenfeld Trotz Absage der Umzüge sollen sich die Kinder mit der Figur des Heiligen Martin befassen.

Langenfeld : So bereiten sich Kitas auf den Martinstag vor

Umzüge mit Kapelle, das große Martinsfeuer, Laternen basteln mit den Vätern - alles abgesagt. Dennoch haben die Teams Wege ersonnen, wie man das Fest des Heiligen Martin coronakonform feiern kann.

Viele traditionelle Veranstaltungen mussten in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Auch die Martinsumzüge von Kitas und Grundschulen sind davon betroffen. Ganz verzichten wollen die Kitas aber nicht. Sie haben sich alternative Wege ausgedacht, um die wichtige Botschaft des Heiligen Martins – Nächstenliebe – in diesen unruhigen Zeiten weiterzugeben.

Für die Absage der Umzüge hat Britta Fecker im Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen zwar vollstes Verständnis. Doch für die Leiterin der Kita St. Paulus war es ebenso klar, dass der Martinstag in ihrer Einrichtung nicht gänzlich ausfallen würde. „Es wird anders sein. Aber wir basteln unsere Laternen trotzdem und auch die Martinsgeschichte wird bei uns besprochen“, berichtet sie. Die Bastelarbeiten sind bereits in vollem Gange und auch die Vorbereitungen für ein etwas anderes Martinsfest im kleinen Kreis laufen auf Hochtouren. „Wir werden am Martinstag zum Frühstück in den Gruppen einen großen Weckmann teilen, so wie es einst Martin mit seinem Mantel tat. Anschließend gehen wir dann auf unser Außengelände für einen kleinen Martinsumzug.“ Die Kinder studieren bereits ein kleines Martinsspiel ein, bei dem auch ein echtes Pony mitwirkt. Um ein kleines LED-Kunstfeuer werde gemeinsam – natürlich mit dem nötigen Abstand – gesungen. „Wir haben auch einen kleinen Spielmannszug organisieren können, der allerdings vor dem Tor bleiben wird.“ Als katholische Einrichtung sei es ihr und ihren Kollegen wichtig gewesen, die Tradition des Martinstages aufrechtzuerhalten. Schließlich handle es auch um eine wichtige Botschaft.

So sieht es auch die kommissarische Leiterin der Kita „Glühwürmchen“ des Deutschen Roten Kreuzes. „Es geht um Solidarität und darum, auf einander Acht zu geben, was auch jetzt helfen würde, um die Pandemie einzudämmen.“ Auch in ihrer Einrichtung basteln die Kinder fleißig an  ihren Laternen. In Absprache mit der benachbarten Grundschule werden die leuchtenden Kunstwerke dann  an allen Fenstern und in der Turnhalle aufgehängt werden. „Über eine Zeitschaltuhr werden sie beleuchtet, sodass die Kinder mit ihren Eltern bei einem kleinen Spaziergang die Laternen sehen können.“ Am Martinstag selbst werden die Kinder in der Einrichtung einen großen Weckmann mit Zuckerguss verspeisen. „Die Kinder freuen sich sehr darauf, auch wenn es dieses Jahr anders sein wird“, erklärt Petra Klein.

In der Evangelischen Kita „Unterm Regenbogen“ haben sich Erzieherin Stefanie Gradler und ihre Kolleginnen ebenfalls Gedanken über Martin gemacht. „Normalerweise basteln die Kinder gemeinsam mit ihren Vätern die Laternen. Das ging dieses Jahr leider nicht. Gebastelt wird aber trotzdem.“ Am Martinstag werden die Eltern vom Außengelände aus zuschauen, während die Kinder gruppenweise vor die Fenster der jeweils anderen Gruppen ziehen und ihre Lieder singen. „Für die Kinder ist es so trotzdem ein schönes Highlight“, so Gradler.