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Langenfeld Stadt soll Geld nachhaltig  anlegen

Städtische Geldanlage Langenfeld : Stadt soll Geld nachhaltig  anlegen

Ein BGL-Antrag zur ökologisch sinnvollen Anlage von städtischem Vermögen findet Zustimmung bei den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses.

Städtische Kapitalanlagen sollen in Langenfeld künftig verstärkt in nachhaltigen Fonds oder anderen Anlageformen getätigt werden. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig beschlossen – auf (Prüf-)Antrag der Bürger-Gemeinschaft Langenfeld (BGL).

Hintergrund für den BGL-Antrag ist die neue europäische Transparenzverordnung. Danach müssen die Anbieter von Kapitalanlageprodukten sowie Finanzberater umfassender informieren. Mit Blick auf das Pariser „2-Grad-Ziel“ will die BGL die Anlagestrategie der Stadt hinterfragen. Sie fordert, dass Langenfeld künftig seine Anlagestrategie sukzessive entsprechend der im EU-Aktionsplan bestimmten Nachhaltigkeitspräferenzen ausrichtet wie Umwelt und sozial gute Unternehmensführung. Dazu sollen finanzielle Risiken aus Klimawandel, Ressourcenknappheit, Umweltzerstörung und sozialen Probleme minimiert werden, so das Ziel. Auch die Bekämpfung von Korruption und Bestechung spielt in der Verordnung eine Rolle.

Stadtkämmerer Thomas Grieger hat auf diesen Antrag entspannt reagieren können. Etwa 22,6 Millionen Euro habe die Stadt langfristig bei fünf Geldinstituten angelegt. „Wir haben dort nachgefragt, wie der Stand in Sachen Nachhaltigkeit ist“, so Grieger. Drei von den fünf Instituten haben bereits auf die Verordnung reagiert. Auch sei man bei diesem Thema mit anderen Kommunen im Gespräch. „Wir sind bereits in dieser Richtung unterwegs“, so der Kämmerer. Er regt an, Vertreter von Geldinstituten dazu in eine Sitzung einzuladen.  „Denn wir müssen unsere Anlagerichtlinien dahingehend schärfen.“

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Grieger wartet noch auf die Rückmeldung der beiden weiteren Geldinstitute. Für das nächste Jahr denkt er im Ausschuss laut über eine neue Anlagerichtlinie nach.

Zustimmung zu dem Antrag der BGL gibt es  von der CDU. „Wir begrüßen die Idee hinter dem Antrag“, sagt Jürgen Bürne (CDU). „Das Ziel ist richtig und gut.“ Auch dass die Stadt bereits in dieser Richtung unterwegs ist, stößt bei der CDU auf Zustimmung. Jetzt müsse geprüft werden, wo Verbesserungsbedarf ist, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Paragrafen der neuen Verordnung erfüllt würden.

Auch Günter Herweg von den Grünen unterstützt den Antrag und ist froh, dass die BGL diese Initiative ergriffen hat. Gerold Wenzens von der BGL erfreut über diesen Zuspruch, hat dann auch nichts dagegen, den Antrag  in einen Prüfantrag umzuwandeln. „Da machen wir gern den Kompromiss.“ Und der ist einstimmig beschlossen.