Kommentar Stadt muss sich mehr um Kitas kümmern

Meinung | Langenfeld · Der Bedarf an Kitaplätzen steigt stetig. Der Bedarf an Neubauten ist da. Fällt jetzt noch eine aus, wird es eng für Langenfelds Eltern.

 Heike Schoog.

Heike Schoog.

Foto: RP/Dirk Heuer

Schimmel wächst nicht von heute auf morgen. Das Ausmaß, das die Bildung dieser, der Gesundheit nicht unbedingt zuträglichen Gewächse in der Kita am Brückentor angenommen hat, legt nahe, dass sich lange Zeit keiner wirklich um das Gebäude gekümmert hat. Es gehört der Stadt. Allein, dass Fallrohre erst repariert, dann ausgetauscht werden müssen, weil keiner richtig hingeschaut hat, spricht schon Bände. Das ist definitiv Sparen am falschen Ende. Jetzt fällt der Stadt das auf die Füße, was sie seit Jahren versäumt hat: nämlich ausreichend Kita-Plätze zu schaffen. Vor zehn Jahren war durchaus absehbar, dass der Bedarf, verbunden mit einem Rechtsanspruch, wachsen wird. Doch das wollte offenbar keiner sehen. Jetzt ist die Stadt in der Not, möglichst schnell möglichst viele Kitas zu bauen, um dem Rechtsanspruch zu genügen. Fällt jetzt noch eine Kita weg, weil versäumt worden ist, das Gebäude ordentlich zu pflegen, verschärft sich die Lage. Es geht um etwa 100 Kinder, die betreut werden müssen. Die DRK-Kita Am Brückentor zählt zu den größten in der Stadt und ist beliebt. Viele Eltern melden ihre Kinder dort an, weil sie das Team engagiert finden und auch das pädagogische Konzept. Angesichts der angepannten Lage im Bereich der Kindertagesstätten täte die Stadt gut daran, nun schnell zu handeln und vor allem auch die Eltern mitzunehmen. Probleme runterzuspielen und vor „Panikmache“ zu warnen, hilft da nicht weiter. Eltern wollen wissen, was los ist und wie es weiter geht. Muss saniert werden, neu gebaut? Oder kommen Container? Und wie ist es mit den Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr. Die Antworten ist die Stadt ihren Eltern bislang schuldig geblieben. Das ist kein gutes Miteinander.

heike schoog@rheinische-post.de

(og)
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