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Langenfeld - So gelingt der eigene Adventskranz 

Tipps und Anregungen : So gelingt der eigene Adventskranz

Adventskränze werden immer exotischer. Anregungen und Deko findet man zurzeit bei allen Floristen und in den Gartencentern. Die Richrather Ladeninhaberin Verena Nilges gibt einige Tipps.

Wer ganz schnell noch einen Adventskranz Marke Eigenbau zaubern will, hat jede Menge Auswahlmöglichkeiten. Zum Beispiel bei Verena Nilges in ihrem Floristengeschäft „Ideen mit Blatt und Blüte“ an der Wolfhagener Straße. Wer unbedingt selbst den Kranz binden will, findet bei ihr eine so genannte Römerunterlage aus Stroh, auf die man Sträußchen für Sträußchen – etwa die Spitzen einer Nobilistanne – mit grünem Blumendraht übereinander bindet. „Wenn die Kunden allerdings sehen, wie mühselig und wie teuer das wird, wenn man alles zusammenkaufen muss, nehmen sie meistens doch den fertigen Kranz, den es ab 9 Euro gibt“, sagt sie. Den können sie dann nach eigenem Gusto schmücken.

Nette Advents-Accessoires in tollen Formen und Farben gibt es derzeit bei allen Floristen und in den Gartencentern. Wer also in Coronazeiten mehr Muße hat als sonst, kann sich ja mal am Kranzbinden versuchen. Indes findet der gute alte Kranz aus Tannengrün mittlerweile jede Menge Konkurrenten.

„Eukalyptus ist mittlerweile gefragter als Tanne“, bestätigt Verena Nilges. „Er hält einfach länger, ohne zu nadeln und sieht schick aus.“ Aber auch Muschelzypresse und Mooskränze sind für den Advent beliebt. Kombiniert werden sie mit Strandflieder, gefärbter Schafsgabe oder Ruskus, getrockneten und gefärbten Tannenzapfen und letzter Schrei: mit Sukkulenten. Das alles wird auf Moosi gesteckt und kann feucht gehalten werden.

Wer seine Advents-Deko dieses Jahr recyceln will, hat bei Verena Nilges gute Karten. „Die Leute bringen mir ganze Kisten voll, und wir suchen zusammen etwas aus und machen dann das gewünschte Gesteck oder den Kranz daraus. Ich kann gut verstehen, dass man sich nicht jedes Jahr für viel Geld etwas Neues kaufen will.“ Wer den aktuellen Trend mitmacht, erlebt in diesem Jahr keine Farbexplosionen. Es sei denn, das obligatorische Weihnachtsrot. Das geht immer. Sonst ist der skandinavische Stil angesagt. Besonders bei Nilges. Pastellige Farben mit weißem Schimmer: Mintgrün, Lachs, Altsrosa, Terrakotta. „Kerzen in diesen Farben peppen jeden Kranz auf“, sagt die Floristin. Eine Echeveria Gibbiflora, eine der gängigsten Sukkulenten für drinnen, deren Blätter wie eine wunderschöne Blüte angeordnet sind, machen sich sehr hübsch auf Moos, zu Tannen oder Muschelzypresse.

Viel Deko kommt aus der Natur und wurde in Gold oder Silber angesprüht. Das kann man selbst probieren oder auch fertig kaufen. Hagebuttenzweige gibt es in Silber, Gold oder in einem sehr schönen dunklen Rot für

15 Euro das Stück. Disteln und allerlei attraktive Fruchtstände lassen sich prima in den Kranz einarbeiten. Wer es puristisch mag, findet „Kränze“ aus Beton als viereckige Halter für vier Kerzen oder als eine Art Kuchenform. Mit Kerzen nach Wahl und hübsch eingefärbten Beeren und Kapseln, Schoten und Hülsen aus der Natur, wird jedes Gesteck zum individuellen Prachtstück, das man schnell noch kurz vor Advent gezaubert hat. Bei selbst mit gebrachtem Schmuck nimmt Verena Nilges einen Arbeitslohn fürs Dekorieren. Wenn man Kranz und Schmuck bei ihr kauft, ist die Deko umsonst.

Übrigens kann man auch mit einer einzelnen dicken Kerze ein stimmungsvolles Gesteck schaffen. „Viele Leute schauen hier auf dem Spaziergang bei uns vorbei und lassen sich inspirieren“, sagt Nilges. Genug Varianten gibt es in ihrer kleinen Weihnachtsausstellung samt Sternen und Engeln für draußen und drinnen.

Wer nun das Glück hat, nach dem trockenen Sommern der vergangenen Jahre eine gesunde Tanne im Garten zu haben, die ihr Grün zur Verfügung stellt, kann das Kranzbinden gerne selbst versuchen. Man braucht dazu einen Kranzrohling aus Stroh, Grün nach eigener Auswahl, Bindedraht, der nicht rostet, eine Gartenschere und einen Seitenschneider. Vor dem Binden das Grün noch einmal in Wasser stellen. Den Kranz mit Draht umwickeln und dann daran gehen, das Grün kleinzuschneiden und zu sortieren, so wie man es auf dem Kranz liegen haben will. Die Stiele kleiner Büschel mit Draht umwickeln und so Stück für Stück auf den Kranz binden. Die nächsten Büschel so anlegen, dass die Stiele immer verdeckt sind bis der ganze Strohkranz verschwunden ist. Genaue Anleitungen gibt es jede Menge im Internet - zum Beispiel bei Blumigo.