Langenfeld Schüler entwickeln Escape-Game

Schule : Gesamtschüler entwickeln Escape-Game

Bei der „Nacht der Bibliotheken“ verwandelte sich die Stadtbibliothek Langenfeld in einen Escape-Room mit verschiedenen Rätsel-Stationen. Erarbeitet wurden sie von Schülern der Prisma-Gesamtschule.

Rund 200 Bibliotheken aller Sparten nehmen am Event „Nacht der Bibliotheken“ teil, um ihren Gästen unter dem Motto „Mach es!“ etwas Besonderes zu bieten. In der Stadtbibliothek in Langenfeld haben Schüler der städtischen Prisma-Gesamtschule gemeinsam ein Escape-Game (Knack den Code) konzipiert. An sieben verschiedenen Stationen in der Bibliothek galt es, Rätsel zu lösen, um die Zahlenkombination für den Tresor, der sich am Ende öffnen soll, herauszufinden.

Die Besucher der Veranstaltung sind begeistert. Peter (12) ist mit seinen Freunden Lars (11) und Jenny (13) in der Bibliothek. „Wir sind auch alle auf der Prismaschule und haben dort Flyer bekommen, und das sah sehr interessant aus“, sagt Peter. „Und wir wurden nicht enttäuscht. Die Stationen machen alle Spaß! Am besten hat uns bis jetzt die Station mit den UV-Taschenlampen gefallen. Aber gleich kommen noch die Roboter. Die werden bestimmt auch super cool“, meint Jenny. Obwohl Lars nicht so oft in die Bibliothek geht, ist auch er begeistert von dem Event: „Es ist doch eine super Abwechslung und mal etwas anderes.“ Peter ergänzt: „Und wir lernen hier sogar auch was. Das ist doch klasse!“

Die Stationen fordern die Jugendlichen in vielen Bereichen und werden von einer Laufbroschüre, die von Station zu Station führt, begleitet. Die Besucher können spielerisch neue Schriftarten entdecken, helfen den Bibliothekaren beim Sortieren von Medien und lernen den Roboter Anki Cosmo kennen.

Insgesamt sechs Stunden lang werden die Rätsellöser, die in Vierer-Gruppen unterwegs sind, von den am Projekt beteiligten Gesamtschülern an den Stationen betreut. Sophie (13), Mitentwicklerin der Escape-Games, erzählt: „Wir haben von Dezember bis Januar einmal pro Woche während unseres Projektkurses in der Schule die Stationen erarbeitet. Jeder konnte Vorschläge machen, und wir haben uns dann in Gruppen zusammengeschlossen.“

Betreut werden die Schüler der achten Klasse von Marcel Testroet und Tobias Jatzen, Mitarbeiter der Stadtbibliothek, sowie von Johanna Lieven, Lehrerin der Prismaschule. „Wir haben erst die Interessen der Schüler abgefragt, zum Beispiel welche Medien sie gerne nutzen, und dann konnten die Schüler daran orientiert die Stationen entwerfen. Wir selbst sind mit wenig Ideen in das Projekt gestartet. Der größte Teil kam von der Jugendlichen“, berichtet Testroet.

„In unserem Projektkurs geht es darum, dass die Schüler vor allem selbständig und kreativ arbeiten. Das hat bei dieser Kooperation sehr gut funktioniert“, berichtet Lehrerin Johanna Lieven. Zusätzlich zum Escape-Game wurde die Öffnungszeit der Bibliothek bis 22 Uhr verlängert. So sind die Besucher eingeladen, auch in den späten Abendstunden noch zu lesen und zu stöbern.

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