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Langenfeld Richrather Schüler treffen Bläck Fööss

Schule : Richrather Schüler treffen Bläck Fööss

Pit Hupperten, Sänger und Gitarrist der kölschen Kultband, plaudert beim Talk in der Langenfelder Bettine-von-Arnim-Gesamtschule.

Schüler eines Musik-Grundkurses der Oberstufe haben für Pit Hupperten Interview-Fragen zum Berufsweg, Tourneealltag und Privatleben entwickelt. Die drei Moderatoren Jonas Kowalski mit den Zwillingen Benedikt und Jonathan Bias stellen sie dem Gesprächsgast von den Bläck Fööss wie echte Profis im Wechsel vor rund 40 Anwesenden.

Der Sänger und Gitarrist mit dem Kotelettenbart ist seit 2017 für Peter Schütte bei der Kölner Kultgruppe mit dabei. Mit einem Stück von Marvin Gaye „Let’s get it on“ startete er zunächst völlig Bläck-Fööss-untypisch den Abend und zeigte damit seine Vielseitigkeit. Der gebürtige Leverkusener spielte und sang unter anderem bei Herbert Grönemeyer, Tommy Engel, Helene Fischer und Sarah Connor mit. Immer waren es Empfehlungen von Kollegen, die ihm zu den Engagements verhalfen.

Nach Langenfeld holte ihn der Organisator der „Bettine trifft…“-Talkrunde, Jörg Kaufmann. „Pit kenne ich von der Bayer Big Band“, berichtet der Musiklehrer der Gesamtschule. Kaufmann, selbst Saxofonist  und früher Profi-Musiker in der SWR-Big-Band, leitet nebenher die Bayer Big Band in Leverkusen.

Nicht nur als Musiker gibt es Parallelen bei den Freunden, sondern auch als Lehrer. „Ich habe ein Studium für Sonderpädagogik mit Musik als Fach angefangen“, erzählt Pit Hupperten, der schon als kleiner Junge mit Gitarre und Keyboard alle Pop-, Rock-, Hitparaden- und Discosongs rauf- und runtersang und seine erste Band mit 14 gründete. Sie hielt immerhin elf Jahre.

„Meine Eltern wollten jedoch, dass ich auf jeden Fall erst etwas Vernünftiges lerne“, sagt der Musiker. Daraus wurde dann aber doch nichts, denn der heute 45-Jährige blieb seinem musikalischen Herzen treu und verdient sein Geld seit seiner Studentenzeit mit Musik. „Ich würde das jetzt nicht jedem raten, denn es ist ein Tanz zwischen Kunst und Kommerz, und ich hatte auch einfach immer viel Glück gehabt“, betont Hupperten.

So schleppte ihn ein Kollege zu Herbert Grönemeyer, bei dem er vorspielte und für die Schiffsverkehrtournee von 2011 bis 2013 gebucht wurde. In diesem Jahr spielte er wieder mit „Hörbi“, den er selbst für einen wunderbaren Menschen hält. „Herbert ist ein echter Bandmensch. Er erkundigt sich nach dem Befinden von jedem einzelnen in der Band“, sagt Hupperten, der gerne jederzeit wieder mit Grönemeyer zusammenarbeiten möchte. „Das kann ich allerdings nur machen, wenn die Bläck Fööss nicht spielen und Urlaub machen“, sagt er, denn im Vordergrund stehe natürlich sein Job als Mitglied bei der kölschen Kultband.

Bei den Bläck Fööss Mitglied zu sein, sei für ihn die Erfüllung eines Traums. „Ich mag viele verschiedene Musikrichtungen, aber Heimatmusik finde ich einfach cool“, sagt er und freut sich darauf, bei den Bläck Fööss auch Texte schreiben zu können. „Es findet gerade eine Verjüngung statt. Unser Ziel ist, die Fööss mit neuen Gesichtern und Styles so lange wie möglich zu erhalten. Wir werden bunter sein“, kündigt Hupperten an, nimmt die Gitarre und spielt zum Abschied für alle noch einen Song.