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Langenfeld: Reusrather vermisst Tempo-30-Schilder an der Grünewaldstraße

Langenfeld : Reusrather vermisst Tempo-30-Schilder

Vor neun Monaten beschlossen die Stadtpolitiker einstimmig Tempo 30 auf der Grünewaldstraße. Der Kreis war auf der K24 aber noch nicht tätig.

Der Reusrather Hans Löhning (77) ist verärgert. Dabei hatte er als Anwohner der Grünewaldstraße im November letzten Jahres nach eigenen Worten „mit großer Freude“ den Beschluss der Stadtpolitiker zur Kenntnis genommen, dass dort die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf Tempo 30 reduziert werden soll. Doch das ist immer noch nicht geschehen. „Wie kann das sein?“, fragte der 77-Jährige unsere Redaktion. Nach seinem Eindruck sind nahe der Stadtgrenze zu Leverkusen auf der Grünewaldstraße etliche Autos viel zu schnell unterwegs. „Warum werden dort die Schilder nicht endlich aufgestellt?“

Tatsächlich sah es vor einem Dreivierteljahr nicht nach solch einer langen Wartezeit aus. Unter dem Titel „So will Langenfeld Raser ausbremsen“ hatten wir über jene Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses vom 22. November berichtet. Neben etlichen übers ganze Stadtgebiet verteilten Beschlüssen im Sinne von Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer hatten die Fraktionen seinerzeit den von der CDU gestellten Antrag auf Tempo 30 in der Grünewaldstraße zwischen den Einmündungen Dickelskamp und Opladener Straße einstimmig befürwortet.

CDU-Ratsherr Tim Koesling hatte zuvor in der Sitzung über von Anwohnern beschriebene Probleme zwischen parkenden und fahrenden Autos gesprochen. Zwar lehnte die Mehrheitsfraktion für die Grünewaldstraße eine Rechts-vor-Links-Regelung ab, doch beantragte sie eben jene Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30.

Der städtische Verkehramtsleiter Franz Frank räumte auf Anfrage unserer Zeitung ein, dass es nun höchste Zeit für die Umsetzung ist. Indes handele es sich um eine Kreisstraße (K24), so dass hierfür die Mettmanner Kreisverwaltung zuständig sei. Nach dem Beschluss der Stadtpolitiker hat Frank nach eigenen Angaben bereits Anfang des Jahres die entsprechende Anordnung an den Kreis ausgesprochen. Aber das als Begründung für Tempo 30 genannte Problem des Parkens im Kurvenbereich habe dem Kreis nicht gereicht.

Deswegen legten die städtischen Verkehrsplaner nach und argumentierten mit der Sicherheit von Fußgängern aus dem Wohngebiet Louveciennesstraße, insbesondere von Kindern auf dem Weg zur Peter-Härtling-Grundschule. So ist laut Frank die Fahrbahn der Grünewaldstraße für eine Verkehrsinsel  in Höhe der Brunnenstraße nicht breit genug. Deswegen sei Tempo 30 dort aus Sicherheitsgründen angezeigt, argumentierte er in Richtung Kreisverwaltung.

Die Reaktion aus Mettmann stehe bislang noch aus, sagte Frank am Dienstag. „Ich denke aber, dass unserer Argumentation gefolgt wird und die Tempo-30-Schilder bald nach den Sommerferien aufgestellt werden.“

Hans Löhning und der Bürgermonitor unserer Zeitung werden dies im Auge behalten.