Langenfeld regelt das Parken in der City neu

Parkkonzept : Langenfeld regelt Parken in der City neu

Das Parken im Stadtzentrum soll neu geregelt werden. Grund: Am Rande der City finden Anwohner und deren Besucher oft keine Parklücke. Wir zeigen, was sich ändern soll.

Denn in den Wohnstraßen stehen tagsüber Autos von Einpendlern, die sich die Parkgebühren der City ersparen möchten. „Das neue Wohngebiet auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände und  weitere Verdichtung etwa an der Solinger Straße erhöhen den Parkdruck“, sagt Heike Schönfelder, für Wirtschaft und städtische Grundstücke zuständige Referatsleiterin.

In unserer Grafik sehen Sie, was genau sich ändern soll.

Im Bau- und Verkehrsausschuss legte Schönfelder den Entwurf eines neuen Regelwerks vor. Wenn Anwohner für jährlich 25 Euro einen Parkausweis erwerben, benötigen sie in ihrem Viertel weder Parkschein aus dem Automat noch Parkscheibe. Den Beschluss hierüber vertagten die Stadtpolitiker indes, weil sie das ihnen zur Sitzung vorgelegte Konzept vorher parteiintern diskutieren möchten.

Wie die Grafik zeigt, sieht das Verwaltungskonzept vor, die Innenstadt in sieben Parkbezirke zu unterteilen. Zugleich wird das mit Parkschein oder Parkscheiben reglementierte Gebiet etwas ausgedehnt. „Wir wollen den jeweiligen Geltungsbereich ausschildern“, sagte Schönfelder in der Sitzung. Unter dem blauen Schild mit  weißem P sollen zwei Täfelchen die Nummer des Parkbezirks sowie die Pflicht zu Parkschein oder Parkscheibe benennen. Es sind also keine reinen Anwohnerzonen wie in anderen Städten; auch Besucher können dort weiterhin parken. Schönfelder hat für die Beschilderung 71.000 Euro veranschlagt. Ausgenommen hiervon  seien Solinger Straße, Hauptstraße, alle Großparkplätze, beschrankte Tiefgaragen und Parkhäuser. „Hier müssen alle einen Parkschein erwerben.“

Tim Koesling (CDU), Mark Schimmelpfennig (SPD) und Johannes Spieth (Grüne) hatten im Bau- und Verkehrsausschuss zwar grundsätzlich nichts gegen das  von Schönfelder vorgelegte Konzept einzuwenden, wollten in der Sitzung aber noch keinen Beschluss fassen. „Wir müssen uns jede von diesem Konzept betroffene Straße  noch einmal anschauen“, kündigte Schimmelpfennig an. Gerold Wenzens (BGL) stellte die Frage in den Raum, ob durch die Erweiterung des bewirtschafteten Parkraums die in der City arbeitenden Berufspendler ihre Autos dann nicht einfach zwei Straßen weiter außerhalb abstellen und dort für Unmut der Anwohner sorgen werden – etwa im Martinsviertel.

Schönfelder zufolge sind die beabsichtigten Vorrechte für Bewohner nach der Straßenverkehrsordnung nur in innerstädtischen Gebieten zulässig. „Das Martinsviertel gehört nicht dazu.“

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