Langenfeld: Ratsmehrheit lehnt Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft ab

Wohnungsbau: Ratsmehrheit lehnt Wohnbaugesellschaft ab

Es mangelt in Langenfeld an preisgünstigen Mietwohnungen. Darin waren sich die Stadtpolitiker im Haupt- und Finanzausschuss einig. Eine von SPD und Grünen gemeinsam beantragte städtische Wohnungsbaugesellschaft wird aber nicht gegründet.

CDU und FDP lehnten mit ihrer Mehrheit den Vorstoß ab. Grünen-Ratsherr Dr. Günter Herweg hatte zuvor in der Sitzung die Notwendigkeit vor allem öffentlich geförderter Sozialwohnungen betont. Die Zielvorgabe des Erhalts von 1250 Sozialwohnungen im 2017 beschlossenen Langenfelder „Strategiekonzept Wohnen 2025“ sei nach der gerade vorgelegten ersten Zwischenbilanz bereits verfehlt. Wie berichtet, sollen die demnächst aus der Bindung fallenden Sozialwohnungen (95 bis zum Jahr 2020, weitere 115 bis 2025) durch Neubauten ersetzt werden. Doch zum Jahreswechsel gab es laut Planungsamt nur noch 1175 Sozialwohnungen. Herweg verwies in der Sitzung auf eine Prognose der NRW-Bank, nach der die Zahl der Sozialwohnungen bis zum Jahr 2030 auf  620  sinken soll. Chefplaner Ulrich Beul entgegnete, dass durch Neubau und Verträge mit freien Bauträgern die anvisierte Zahl von 1250 Sozialwohnungen in wenigen Jahren erreicht würde. Bürgermeister Frank Schneider (CDU) argumentierte gegen die beantragte Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. „Zumal wir in Langenfeld ja den Bauverein als gut funktionierende Genossenschaft mit großem Wohnungsbestand haben.“

(mei)
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