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Langenfeld: Polizeigewerkschaft fordert E-Waffe

Nach Schusswaffengebrauch : Polizeigewerkschaft fordert E-Waffe

Elektroschocker würde laut GdP Lücke schließen zwischen Pfefferspray und Schuss.

(arue) Unter dem Eindruck eines Polizeieinsatzes vor gut einer Woche in Erkrath fordert Dagmar Janßen, Kreisgruppenvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Mettmann, die Ausstattung aller Polizisten mit einem Taser. Ein solches „Distanzelektroimpulsgerät“ hätte den Angreifer auf Abstand halten können, ohne dass ein Polizist hätte zur Waffe greifen müssen, glaubt Janßen.

Am Montag voriger Woche hatte ein randalierender Mann in einem Mehrfamilienhaus in Erkrath eine Streifenwagenbesatzung mit einem Messer angegriffen. Ein Polizeibeamter konnte den Angriff nach eigenem Bekunden nur durch einen Schuss in den Oberschenkel abwehren.

„Mittlerweile zeigen viele Einsätze im Alltag deutlich, dass zwischen Schlagstock und Pfefferspray auf der einen und Schusswaffe auf der anderen Seite eine Lücke besteht, wenn es darum geht, einen Angreifer abzuwehren“, glaubt GDP-Frau Janßen. Vor allem die Angriffe mit Messern hätten erheblich zugenommen. Ein Elektroschocker sei ein probates Mittel zur Abwehr, ist die Gewerkschafterin überzeugt.