Langenfeld: Polizei schließt nach Brand im Asylheim als Ursache technischen Defekt aus

Langenfeld: Brand im Asylheim: Polizei schließt Technikdefekt aus

Noch immer ist unklar, wer am frühen Sonntagmorgen den Großbrand im Flüchtlingsheim Alt Langenfeld verursacht hat. „Auf alle Fälle können wir einen technischen Defekt als Ursache ausschließen“, berichtete am Mittwoch Polizeisprecher André Hartwich auf Anfrage zum Stand der Ermittlungen.

„Im Dachgeschoss, wo das Feuer entstanden war, ist keine Leitung durchgebrannt und auch kein elektrisches Gerät angeschlossen gewesen.“ Wie berichtet, wurde keiner der 47 Bewohner bei dem gegen 6 Uhr ausgebrochenen Brand verletzt. Der Staatsschutz ist wegen eines möglichen fremdenfeindlichen Hintergrunds eingeschaltet.

Ob jemand das Feuer vorsätzlich entzündet oder etwa durch eine Zigarette fahrlässig verursacht hat, steht nach Hartwichs Angaben indes bislang nicht fest. So genannte Brandbeschleuniger seien nicht gefunden worden, und es sei auszuschließen, dass jemand von außen etwa einen Brandsatz durch ein Fenster unterm Dach geworfen hätte. „Ob fahrlässig oder vorsätzlich: Der Verursacher muss im Haus gewesen sein.“ Brandermittlungen seien sehr schwierig, betonte Hartwich. „Es wird noch einige Tage dauern, bis die Experten der Kripo und Sachverständige chemische Untersuchungen abgeschlossen und alle Spuren ausgewertet haben.“ Das Haus ist vorerst nicht bewohnbar.

(mei)
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